{"id":2160,"date":"2025-10-16T08:31:42","date_gmt":"2025-10-16T08:31:42","guid":{"rendered":"https:\/\/henry1.manuso.at\/weblog\/?p=2160"},"modified":"2025-10-16T08:43:16","modified_gmt":"2025-10-16T08:43:16","slug":"206-drei-aerzte-fuer-12-000-buerger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/henry1.manuso.at\/weblog\/index.php\/2025\/10\/16\/206-drei-aerzte-fuer-12-000-buerger\/","title":{"rendered":"206 Drei \u00c4rzte f\u00fcr 12.000 B\u00fcrger"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"769\" src=\"https:\/\/henry1.manuso.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Drei-Aerzte-1024x769.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2161\" srcset=\"https:\/\/henry1.manuso.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Drei-Aerzte-1024x769.jpg 1024w, https:\/\/henry1.manuso.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Drei-Aerzte-300x225.jpg 300w, https:\/\/henry1.manuso.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Drei-Aerzte-768x576.jpg 768w, https:\/\/henry1.manuso.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Drei-Aerzte-1536x1153.jpg 1536w, https:\/\/henry1.manuso.at\/weblog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Drei-Aerzte-2048x1537.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Mit einigen Kollegen sprach ich am Funk \u00fcber den unglaublichen \u00c4rztemangel in manchen Gebieten von \u00d6sterreich.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die \u201eKronenzeitung\u201c berichtete schon vor einige Tagen dar\u00fcber:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Drei \u00c4rzte f\u00fcr 12.000 B\u00fcrger<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Uhr tickt im \u00f6stlichen Weinviertel: Findet man keine Nachfolger, kommen im Bereich der Kassen\u00e4rzte auf die B\u00fcrger der Regionen D\u00fcrnkrut und Zistersdorf schwere Zeiten zu!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Je weiter weg von Ballungszentren, umso schwieriger wird es in der Regel, Kassen\u00e4rzte zu bekommen. Zwei B\u00fcrgermeister im Weinviertel, deren Gemeinde- und Einzugsgebiete nebeneinander liegen und zusammen knapp 12.000 Einwohner umfassen, sind momentan besonders von der Misere betroffen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Obwohl: In D\u00fcrnkrut hat Gemeindechef Stefan Istvanek bereits l\u00e4ngere Zeit zwei Mediziner an der Angel. \u201eEiner \u00fcbernimmt eine Ordination und w\u00fcrde auch schon mit dem Vorg\u00e4nger kooperieren. F\u00fcr den anderen haben wir schon ein Gemeindegeb\u00e4ude fixiert \u2013 beide erhalten einen Zuschuss.\u201c Istvanek \u00e4rgert sehr, dass es mit der Kommunikation zu den entscheidenden Stellen sehr schwierig sei: \u201eEin B\u00fcrger hat sogar in Eigenregie ein Rundschreiben aufgesetzt, als wir dar\u00fcber sprachen\u201c, so das Gemeindeoberhaupt. Betroffen sind 6000 B\u00fcrger.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Situation spitzt sich in der Region insofern zu, dass auch in der Nachbarkommune Zistersdorf ab M\u00e4rz n\u00e4chsten Jahres im schlimmsten Fall nur noch ein Arzt f\u00fcr mehr als 6000 Bewohner der Gro\u00dfgemeinde zur Verf\u00fcgung steht. \u201eDie Stelle wurde absichtlich bereits schon vor einem Jahr ausgeschrieben\u201c, sagt B\u00fcrgermeister Elmar Sch\u00f6berl \u2013 der \u201eim schlimmsten Fall Patienten auch auf die Nachbargemeinden aufteilen\u201c m\u00fcsste.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Immerhin artet die Bewerbung von \u00c4rzten nicht in ein \u201eGemeinderingen\u201c aus: Keiner der befragten Ortschefs verr\u00e4t offiziell die Unterst\u00fctzungen, den man den Medizinern anbietet. Das w\u00e4re unfair den kleineren Gemeinden gegen\u00fcber\u201c, kommentierten beide unisono. Die Zuteilung ist Sache der Gesundheitskasse und \u00c4rztekammer. In Nieder\u00f6sterreich tritt man aber erst wieder am 9. Dezember zusammen. Die Wurzel des \u00dcbels ist dieselbe: \u201eFr\u00fcher entschieden wir oft \u00fcber 30 Bewerber, derzeit sind es pro Sitzung oft nur ein paar. Manche sagen auch ab oder w\u00e4hlen eine andere Region\u201c, argumentiert man seitens der \u00c4rztekammer, warum es mit der Entscheidung l\u00e4nger dauert. Wie akut die Situation am Land ist, hat ein Weinviertler Gemeindechef so kommentiert: \u201eIn einem Gespr\u00e4ch mit einem Bestatter wurde thematisiert, dass er sich bald darum Sorge machen m\u00fcsse, bei einem Todesfall in absehbarer Zeit rechtzeitig einen Mediziner zu finden\u2026\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Andreas Leisser<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Elmar Sch\u00f6berl, B\u00fcrgermeister von Zistersdorf:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>In der Gemeinde haben wir zwei Kassen\u00e4rzte. F\u00fcr den Doktor, der im M\u00e4rz in Pension geht, g\u00e4be er schon Unterst\u00fctzung durch die Gemeinde \u2013 in Zeiten knapper Budgets nicht selbstverst\u00e4ndlich.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stefan Istvanek, B\u00fcrgermeister von D\u00fcrnkrut:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Da hat man zwei \u00c4rzte, die sich bereits einbringen wollen \u2013 und man l\u00e4sst sich Monate Zeit, sie dann zuzulassen. Im letzten Jahr wurde auch eine 100.000-Euro-F\u00f6rderung daf\u00fcr gestrichen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dazu gab es auch zahlreiche Wortmeldungen meiner Funkkollegen. Einige bringe ich hier. Bezeichne diese mit Kollege 1, Kollege 2, Kollege 3 und Kollege 4.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kollege 1: \u201eWenn es f\u00fcr 12.000 B\u00fcrger nur noch drei \u00c4rzte gibt, braucht man sich nicht wundern, wenn einige der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sagen, wir leben in einer Bananenrepublik.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kollege 2: \u201eBef\u00fcrchte fast, dass es sich bei diesem unfassbaren \u00c4rztemangel in diesen Gro\u00dfgemeinden um keine Einzelf\u00e4lle handelt.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kollege 3: \u201eVermutlich wird es in \u00d6sterreich an vielen Stellen einen \u00c4rztemangel geben. Nur wird man es auch baldigst schaffen, diesen Mangel zu beheben.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kollege 4: \u201eDie Frage stellt sich, wer tr\u00e4gt daf\u00fcr die Schuld. Viele werden sagen, die Regierung. Einer der Gr\u00fcnde f\u00fcr diese unhaltbaren Zust\u00e4nde, das liebe fehlende Geld. Viele F\u00f6rderungen wurden gestrichen. Aber auch junge \u00c4rztinnen und \u00c4rzte stellen gewisse Forderungen. Bezugsfertige Ordinationen, Mitspracherecht, F\u00f6rderungen. \u00dcberlastungen wie in diesen Gro\u00dfgemeinden sind f\u00fcr manche sicherlich nicht erstrebenswert.&#8221;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kollege 1: \u201eMan kann nur hoffen, dass es f\u00fcr ganz \u00d6sterreich in Zukunft eine ausreichende \u00e4rztliche und medizinische Versorgung gibt. Denke wieder an den Satz \u2013 die Hoffnung stirbt zuletzt.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>     <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einigen Kollegen sprach ich am Funk \u00fcber den unglaublichen \u00c4rztemangel in manchen Gebieten von \u00d6sterreich. 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