
Mit einigen Kollegen sprach ich am Funk über einen Buben (6), der nun offiziell Müllmann ist.
Die „Kronenzeitung“ berichtete darüber:
Bub (6) ist jetzt offiziell Müllmann
Australien. Mit offizieller Erlaubnis der Stadt wurde sein Traum war
Andere Kinder spielen nach der Schule Fußball oder sitzen vor der Konsole. Thomas Aldworth aus Perth wartet dagegen sehnsüchtig auf die Müllabfuhr. Schon mit vier Jahren war der Bub von den großen Fahrzeugen begeistert. Als ihm ein Müllmann eines Tageserlaubte, eine geleerte Tonne zurück an den Straßenrand zu schieben, war für den Sechsjährigen klar: „Das will ich immer machen!“ Dabei blieb er so hartnäckig, dass die Stadt dem Kind mittlerweile eine offizielle Arbeitserlaubnis erteilt hat. Er bekam Uniform, Schutzbrille, Handschuhen und Warnweste und darf – unter Aufsicht der Eltern – einmal pro Woche auf drei Straßen bis zu 92 bereits geleerte Tonnen vor die Häuser zurückschieben.
Am Beginn schrieb ich: Mit 3 Jahren Bürgermeister – mit 6 Jahren Müllmann. Besonderer Hinweis: Es handelt sich keinesfalls um einen Buben, der, nachdem er Bürgermeister war, 3 Jahre später Müllmann wurde. Es sind zwei verschiedene Kinder, deren Tätigkeiten in diesem Alter für manche von uns eher unglaublich sind. Für alle, die es interessiert: In meinem Beitrag Nr. 143 bzw. unter „Einige meiner unglaublichsten Beiträge“ kann man mehr über jenen Buben erfahren, der bereits mit 3 Jahren zum jüngsten Bürgermeister der Welt wurde.
Zu diesem offiziellen jungen Müllmann gab es auch einige Wortmeldungen meiner Funkkollegen. Bezeichne diese als Kollege 1, Kollege 2, Kollege 3 und Kollege 4.
Kollege 1: „Fand natürlich die Meldung des Buben, der bereits mit 3 Jahren Bürgermeister wurde, unglaublich. Allerdings ist es auch nahezu unglaublich, dass ein Bub mit 6 Jahren nun offizieller Müllmann ist.“
Kollege 2: „Wie bereits in der Kronenzeitung geschrieben wurde, andere Kinder spielen nach der Schule z. B. Fußball, aber weltweit wird es keinen 6 Jahre alten Buben geben, der anscheinend mit Begeisterung leere Mülltonnen wieder vor die Häuser zurückschiebt.“
Kollege 3: „Also da bin ich mir ganz sicher, in Wien bei der Müllabfuhr hätte er niemals eine offizielle Erlaubnis bekommen, selbst wenn seine Eltern die Aufsicht übernommen hätten.“
Kollege 4: „Das Hauptproblem könnte auch durchaus in Australien sein, wenn der junge Müllmann einen Unfall im Dienst hätte. Wäre er versichert? War es zulässig, ihm eine offizielle Erlaubnis zu geben?“
Kollege 1: „Mag ja durchaus sein, wenn auch äußerst ungewöhnlich, dass auch ein Bub von vier Jahren von den großen Müllfahrzeugen begeistert war. Aber seine Beharrlichkeit, unbedingt bei der Müllabfuhr zu arbeiten, ist mehr als ungewöhnlich.“
Kollege 3: „Wenn ein junger Mann – aber noch keinesfalls ein Sechsjähriger – in Wien unbedingt zur Müllabfuhr möchte, so wird es sicherlich diese Möglichkeit geben. Angeblich soll dieser Beruf nicht gerade leicht sein, aber nach dem, was ich schon gehört habe, sehr gut bezahlt werden.“
Kollege 2: „Wenn wir schon von der Müllabfuhr sprechen: Diese zählt zu den sehr wichtigen Berufen, denn ohne Müllabfuhr würden wir vermutlich recht bald im eigenen Dreck ersticken.“