
Mit einigen Kollegen sprach ich am Funk über einen seltenen Malaria-Ausbruch in Deutschland, welcher zwei Todesopfer gefordert hat.
Die Tageszeitung „Heute“ berichtete darüber:
Mücke kam im Koffer: Zwei Tote
Ein seltener Malaria-Ausbruch hat in Deutschland zwei Todesopfer gefordert. Schon Anfang Juli erkrankten mehrere Mitarbeiter im Frachtbereich des Frankfurter Flughafens. Vermutlich waren infizierte Mücken unbemerkt in einem Koffer aus einem Malariagebiet eingeschleppt worden. Welcher Flieger betroffen war, ist unbekannt. Das Gesundheitsamt überwacht die Lage. Mückenfallen sollen nun klären, welche Art eingeschleppt wurde und woher sie stammt.
Da die Erforschung des Mikrokosmos (Insektenforschung) nach dem Funk zu meinem zweiten Hobby zählt, schrieb ich schon vor längerer Zeit über die Stechmücke in meinem Beitrag Nr. 17: (dieser steht auch am Beginn von: Einige meiner unglaublichsten Beiträge).
„Obwohl nur reiskorngroß, ist die Stechmücke das gefährlichste Tier der Welt. Sie ist – und das möge niemand der Leserinnen und Leser unterschätzen – Träger von über 200 verschiedenen Bakterien und Viren und löst damit in ihren Lebensgebieten 85 Prozent der potenziellen Krankheiten aus. Wissenschaftlichen Berechnungen zufolge hat sie die Hälfte aller Menschen, die jemals auf dieser Welt gelebt haben, indirekt getötet.“
Dazu gab es auch einige Wortmeldungen meiner Funkkollegen. Bezeichne diese als Kollege 1, Kollege 2, Kollege 3 und Kollege 4.
Kollege 1: „Auch ich zähle zu den interessierten Lesern von Henrys Beiträgen. Schon damals zählte dieser Beitrag, wen wundert das, zu den am meisten gelesenen. Vermutlich lag es auch am Titel dieses Beitrags, sie tötet alle 30 Sekunden einen Menschen. Die Gefahr ist sicherlich gegeben, dass man durch Flugreisen infizierte Tiere einschleppt.“
Kollege 2: „Habe darüber gelesen, dass auch die Asiatische Tigermücke durch Flugreisen eingeschleppt wurde.“
Kollege 3: „Ein großes Problem dürfte auch sein, dass sich durch die Klimaerwärmung gefährliche eingeschleppte Insekten auch bei uns recht wohlfühlen, bleiben und überleben.“
Kollege 4: „Vermutlich werden viele dieser Insekten sich bei uns nicht nur wohlfühlen, sondern leider auch vermehren.“
Kollege 1: „Es werden aber auch, zumindest habe ich das gelesen, Fruchtfliegen durch Transporte in Fliegern eingeschleppt. Diese sind für uns Menschen zwar nicht lebensbedrohlich, verursachen aber z. B. in der Landwirtschaft große Schäden.“
Kollege 2: „Das war ja schon vor einigen Jahren zu befürchten, dass in Flugzeugen nicht nur zahlende Passagiere befördert werden, sondern auch blinde Passagiere, also Insekten, die hier keiner mag.“