376 Ortstafel zu “verstecken” ist nicht sehr sinnvoll

Vor einigen Tagen machte ich einen Radausflug durch Niederösterreich und entdeckte – mit etwas Verzögerung – eine Ortstafel. Den genauen Namen der Ortschaft konnte ich zwar nicht entziffern, aber es war eindeutig als Ortsschild zu erkennen. Die Tafel war ohnehin schon fast zur Hälfte von Strauchblättern verdeckt. Als kleine „Draufgabe“ hatte man jedoch genau davor auch noch ein Tempo-30-Schild aufgestellt. Damit war die Ortstafel nicht mehr nur verdeckt, sondern regelrecht versteckt. Ich war mir ziemlich sicher, dass kein ortsfremder Verkehrsteilnehmer wusste, wo er sich hier eigentlich befand.

Gestern sprach ich mit meinen Kollegen am Funk über diese „versteckte Ortstafel“ und schickte ihnen die Fotos, die auch am Anfang dieses Beitrags zu sehen sind.

Kollege 1: „Vielen Dank, Henry, für die Fotos. Die eignen sich ideal für ein Suchrätsel! In welchem Ort befindet man sich hier überhaupt?“

Kollege 2: „Das Gebüsch allein hat die Tafel ja schon gut verdeckt. Aber mit dem zusätzlichen Tempo-30-Schild davor ist sie jetzt endgültig versteckt.“

Kollege 3: „Man sieht ja öfter mal Ortstafeln, die so stark mit Graffiti besprüht sind, dass man nichts mehr lesen kann. Aber so eine Form der Unkenntlichmachung ist wirklich selten.“

Kollege 4: „Wichtig ist doch vor allem, dass man den 30er gut lesen kann. Wäre das Schild nicht da, hätte man wegen der unleserlichen Ortstafel gar nicht gemerkt, dass man sich im Ortsgebiet befindet. Ohne das Schild wäre man also mit Tempo 50 oder sogar noch schneller unterwegs gewesen.“

Kollege 1: „Da stellt sich mir die Frage, hätte man für das Fahren mit über 50 km/h überhaupt eine Strafe kassieren dürfen?“

Kollege 2: „Ich denke nicht. Ortstafeln müssen schließlich eindeutig und rechtzeitig zu erkennen sein.”

  • Um für alle das Rätsel zu lösen. Es handelt sich bei dieser Ortstafel um den schönen Ort Breitenfurt.



Posted

in

by

Tags: