
Mit einigen Kollegen sprach ich am Funk über jahrelange Gratisflüge.
Die „Kronen Zeitung“ berichtete:
Ein Leben in Saus und Braus endete für Dallas P. (34) nun vor Gericht. Der Kanadier war als Flugbegleiter auf den Geschmack von Bonus-Programmen für Mitarbeiter gekommen. Mit einem gefälschten Pilotenausweis erschlich er sich ab 2020 Hunderte Gratisflüge. Teilweise durfte er sogar im Cockpit mitfliegen. Nun drohen ihm bis zu 20 Jahre Gefängnis.
Dazu gab es auch einige Wortmeldungen meiner Funkkollegen. Bezeichne diese als Kollege 1, Kollege 2, Kollege 3 und Kollege 4.
Kollege 1: „Es ist für mich nahezu unvorstellbar, dass man sich überhaupt Hunderte Gratisflüge erschleichen kann.“
Kollege 2: „Ein große Schande, dass man einige Jahre brauchte, um endlich zu merken, dass ein falscher Pilot jahrelang gratis bei diesem Bonus-Programm mitflog.“
Kollege 3: „Man kann ja in der heutigen Zeit sehr vieles fälschen, aber bei einem gefälschten Pilotenausweis ist das schon eine sehr gefährlich Sache. Hätte dieser Mann auch eine Verkehrsmaschine pilotieren dürfen? Bei diesen sehr laschen Kontrollen wäre das gar nicht auszuschließen.“
Kollege 4: „Da ist das jahrelange gratis Mitfliegen eigentlich noch harmlos. Nicht auszudenken, wenn er tatsächlich als Pilot eingesetzt worden wäre.“
Kollege 1: „Zumindest war dieser Mann wenigstens Flugbegleiter. Dieses Bonus-Programm war ja für Mitarbeiter gedacht. Soll das bedeuten, dass Piloten dieses Bonus-Programm viel öfter in Anspruch nehmen konnten, als einfache Flugbegleiter?“
Kollege 2: „Auf alle Fälle drohen ihm bis zu 20 Jahre Gefängnis.“
Kollege 3: „Eine sehr hohe Strafe, da sind schon Mörder mit weniger Jahren Gefängnis davongekommen.“
Kollege 4: „Dieser falsche Pilot wird im Gefängnis sicherlich genügend Zeit haben, um darüber nachzudenken, ob sich das gelohnt hat, seit 2020 in Saus und Braus zu leben.“