350 / 108 Tonnen Koks in Holz für Europa -Verkaufswert: rund 7 Milliarden Euro.

Mit einigen Kollegen sprach ich am Funk über etwas UNGLAUBLICHES. Holz wird mit verflüssigten Drogen getränkt.

Die Tageszeitung „Heute“ berichtete:

Es ist der größte Drogenfund in der Geschichte von Chile. Das Anden-Land hat 45 Container voller Holz beschlagnahmt, das an 14 europäische Häfen gehen sollte. Das Kuriose dabei: Das Holz war mit verflüssigten Drogen, hauptsächlich Kokain, getränkt. Dieses wäre in Europa chemisch herausgelöst worden.

VERKAUFSWERT: RUND 7 MILLIARDEN EURO!

Da ich mir sicher war, dass nicht nur ich, sondern auch meine Kollegen am Funk sich diese Fragen stellen werden, wie kamen die Ermittler überhaupt auf die Spur und wie werden die verflüssigten Drogen aus dem Holz herausgelöst, machte ich einen Blick ins Internet.

Im Internet gab es dann die Beantwortung dieser Fragen.   

Die Ermittler kamen der gigantischen Drogenladung durch monatelange, verdeckte Ermittlungen und eine gezielte Risikoanalyse von Transportwegen auf die Spur.

So flog der Schmuggel auf

Sechsmonatige Ermittlungsarbeit: Die Zollbehörden und Ermittlungsteams untersuchten die Transportstrukturen über ein halbes Jahr lang im Detail.

Gezielte Container-Rückverfolgung: Durch die Ermittlungen konnten die Beamten 45 verdächtige Container identifizieren, die aus Bolivien stammten und über Chile nach Europa verschifft werden sollten.

Chemische Tarnung: Bei der Untersuchung der Holzlieferungen stellten die Behörden fest, dass das Holz mit verflüssigtem Kokain und Ketamin präpariert war. Die Drogen sollten nach der Ankunft in Europa in geheimen Laboren durch hochkomplexe chemische Verfahren wieder aus dem Holz extrahiert werden.

Dazu gab es auch einige Wortmeldungen meiner Funkkollegen. Bezeichne diese als Kollege 1, Kollege 2, Kollege 3 und Kollege 4.

Kollege 1: „Für mich unglaublich, dass man überhaupt auf eine solche Idee kommt und Holz mit verflüssigten Drogen getränkt hat.“

Kollege 2: „Bin mir sicher, dass es für sehr viele Menschen bis heute unglaublich und unfassbar war, dass so etwas überhaupt möglich ist. Der Aufwand einer sechsmonatigen Ermittlungsarbeit der Zollbehörden und des Ermittlungsteams war mit Sicherheit enorm. Allerdings war auch der Erfolg enorm. War es doch der größte Drogenfund, den es jemals in Chile gegeben hat.“

Kollege 3: „Auch die Identifizierung der zahlreichen Container muss ein ungeheurer Arbeitsaufwand gewesen sein. Für mich ebenfalls unvorstellbar, dass man in einem chemischen Verfahren diese Drogen wieder aus dem Holz herausbringt.“

Kollege 4: „In dieser Zeitungsmeldung gab es viel Unglaubliches. 10 Tonnen Drogen in Holz getränkt. Der größte Drogenfund in der Geschichte von Chile. Drogen die man in einem chemischen Verfahren wieder aus dem Holz herauslösen kann. Der gigantische Verkaufswert von rund 7 Milliarden Euro.“

Kollege 1: „Vor sechzig Jahren hätte man vielleicht nach solch einer Überschrift in einer Zeitung, 108 Tonnen Koks in Holz für Europa, gedacht, es gibt eine große Holzlieferung und zusätzlich noch 108 Tonnen Koks, allerdings für Heizzwecke.“


Posted

in

by

Tags: