
Mit einigen Kollegen sprach ich am Funk über Ärzte, bei denen man länger auf einen Termin warten muss, es auch lange Wartezeiten gibt, allerdings der Aufenthalt bei der „Behandlung“ eher recht kurz ist.
Überraschte meine Funkkollegen, als ich ihnen von meiner HNO – Ärztin berichtete. Man bekommt bei ihr immer recht rasch einen Termin, oft kann man auch gleich kommen. Wartezeiten sind bei dieser Ärztin sehr kurz. Die große Überraschung war aber, dass die „Behandlungsdauer“ immer extrem kurz ist. Vermutlich ist das auch der Grund, dass man sehr rasch einen Termin bekommt.
Es ist bis jetzt noch nie vorgekommen, dass ich die Aufenthaltsdauer bei einer Ärztin oder einem Arzt mit der Uhr gestoppt habe. Nachdem es bei dieser HNO – Ärztin aber immer so flott geht, habe ich die Aufenthaltsdauer gestoppt. Diese betrug 45 Sekunden. Für alle Leserinnen und Leser, kein Tippfehler, fünfundvierzig Sekunden.
Vermutlich war das für eine beidseitige Nasenendoskopie Weltrekord. In diesen 45 Sekunden gab es eine kurze Begrüßung, nahm Platz, die Nasenendoskopie wurde durchgeführt. Das Endoskop ermöglicht einen detaillierten Blick in die hinteren Nasengänge und zu den Öffnungen der Nasennebenhöhlen (siehe Skizze am Beginn). Es wurde mir von der Frau Doktor ein Nasenspray verordnet, Eingabe über ihren Computer. Kommen sie in drei Wochen wieder zur Kontrolle, Verabschiedung – und das war es dann auch schon.
Eine normale Nasenendoskope geht recht rasch. Dauer ca. 2 bis 5 Minuten. 45 Sekunden bleiben für mich aber trotzdem Weltrekord!
Teilte meinen Kollegen noch mit, dass diese Ärztin eine sehr gute Diagnostikerin ist.
Meine Funkkollegen konnten es nicht fassen, dass es eine so kurze Behandlungsdauer überhaupt gibt. Ein Kollege meinte, wenn sich diese HNO-Ärztin nur so wenig Zeit für ihre Patientinnen und Patienten nimmt, würde er sicherlich nicht zu ihren Patienten zählen, wenn sie auch noch so eine gute Diagnostikerin ist.