
Mit einigen Kollege sprach ich am Funk über einen Fleischer-Lehrling, der eine furchtbare Tat begangen hat.
Die Tageszeitung „Heute“ berichtete:
In St. Peter am Ottenbach (Steiermark) drang ein 17-Jähriger nachts in sein Nachbarhaus ein, tötete einen Pensionisten und verletzte dessen Ehefrau schwer. Jetzt spricht er über einen „Drang zum Töten“.
Mit Hammer und Messer bewaffnet, verschaffte sich der 17-jährige Fleischerlehrling Martin E. (Name geändert) mitten in der Nacht Zugang zum Haus seiner Nachbarn (84, 80). Das Paar schlief tief und fest, wurde vom Klirren der Fensterscheibe der Balkontüre geweckt. Kurz darauf stach der Teenager wie wild auf die beiden ein, für den Mann kam jede Hilfe zu spät. Die Frau überlebte, ist laut „Heute“ – Infos zum Glück stabil.
„Ich habe einen inneren Drang zum Töten, und der wurde immer stärker“, erklärt sich der Verdächtige in seiner tristen U-Haftzelle. „Ich musste es tun.“ Seine kürzlich angefangene Fleischerlehre stehe sicher im Zusammenhang mit der entwickelten „Lust am Töten“, die das verstörende Motiv zur Tat gewesen sein soll. „Ich wollte fühlen, wie es ist“, meinte der junge Mann, der fortan Star-Anwältin Astrid Wagner vertraut. „Mein Mandant dürfte seelisch schwer krank sein. Ich hoffe, dass er bald gerichtspsychiatrisch untersucht wird“, sagt sie. Die Unschuldsvermutung gilt.
Dazu gab es auch einige Wortmeldungen meiner Funkkollegen. Bezeichne diese als Kollege 1, Kollege 2, Kollege 3 und Kollege 4.
Kollege 1: „Eine furchtbare Tat, die dieser Lehrling begangen hat. Bin mir aber sicher, dass er keinesfalls normal ist.“
Kollege 2: „Auch ich bin dieser Meinung. Ist niemanden schon viel früh aufgefallen, dass mit diesem jungen Mann etwas nicht stimmen kann?“
Kollege 3: „Haben seine Eltern nicht schon viel früher gemerkt, dass ihr Sohn nicht ganz normal sein kann?“
Kollege 4: „Auch seine Anwältin ist der Meinung, dass ihr Mandant schwer krank sei. Vermutlich wird man das auch bei einer psychiatrischen Untersuchung feststellen.“
Kollege 1: „Die besondere Tragik daran ist, dass solche furchtbaren Straftaten auch von abnormen Rechtsbrechern begangen werden. Niemand in deren persönlichen Umfeld hätte gedacht, dass diese Menschen zu solchen Taten überhaupt fähig sind.“
Kollege 3: „Gerade bei Mördern können deren Bekannte, Freunde, Kollegen und auch Nachbarn es nicht fassen, dass diese Menschen zu solch fürchterlichen Taten fähig waren. Oft werden diese Täter als unauffällig, sehr nett und auch recht hilfsbereit beschrieben.“