
Mit einigen Kollegen sprach ich am Funk über eine, doch etwas beunruhigende Meldung.
Die Tageszeitung „Heute“ berichtete:
Schwermetalle im Reis: Experten raten von zu häufigem Konsum ab
Ernüchternde Studie der deutschen Stiftung Warentest: In einem Schadstoff-Check wurde in allen 40 untersuchten Reis-Proben Arsen festgestellt.
Laut Experten gelangt das Schwermetall über Boden und Wasser in die Körner. Dabei sind Bio- und Vollkornprodukte auch nicht automatisch die schadstoffärmere Wahl. In einigen Produkten fanden die Prüfer Kadmium, das die Nieren schädigen kann – wobei auch bei Arsen die Grenzwerte nie überschritten wurden.
Insgesamt erhielten vier Produkte die Note „gut“. Acht waren „ausreichend“, der Rest war „befriedigend“. Rat: Gründliches Waschen vor dem Kochen kann den Arsengehalt senken. Gleiches gilt fürs Garen in viel Wasser (Rest wegschütten!). Und – Reis nur ein- bis zweimal pro Woche essen.
Dazu gab es auch einige Wortmeldungen meiner Funkkollegen. Bezeichne diese als Kollege 1, Kollege 2, Kollege 3 und Kollege 4.
Kollege 1: „Hatte in meiner Jugend zweimal Gelbsucht. Damals musste ich noch sehr strenge Diät halten. Vier- bis fünfmal gab es da pro Woche für mich Reis. Dürfte aber anscheinend nicht all zu schlimm gewesen sein, denn zu meiner Überraschung gibt es mich noch immer.“
Kollege 2: „Sage natürlich nicht, Unkraut vergeht nicht. Obwohl das auch bedeutet, dass widerstandsfähige Menschen nicht so leicht unterzukriegen sind. Bin aber trotzdem sehr überrascht, dass in insgesamt 40 untersuchten Reis-Proben Arsen festgestellt wurde.“
Kollege 3: „Arsen sollte man aber nicht unterschätzen. Habe gelesen, dass Arsen auch als König der Gifte bezeichnet wird und bereits in der Geschichte als Mordwaffe eingesetzt wurde.“
Kollege 4: „Für mich zwar auch nicht so ganz beruhigend, das Arsen, welches in den getesteten Reisproben enthalten war, nie die Grenzwerte überschritten hat.“
Kollege 2: „Außer Arsen war auch Kadmium in den Reisproben enthalten, was angeblich die Nieren schädigen kann. Da es mich interessierte, habe ich nur so nebenbei während unserer Funkrunde auch einen Blick ins Internet gemacht. Da stand zu lesen, Kadmium gilt als eines der gefährlichsten Schwermetalle für den Menschen, da es bereits in geringen Mengen giftig wirkt und vom Körper nur extrem langsam ausgeschieden wird. Es reichert sich über Jahrzehnte in den Organen an und wird offiziell als krebserregend eingestuft.“
Kollege 1: „Wir alle hatten in unserem Leben mit Sicherheit schon viel Reis gegessen und haben bis jetzt überlebt. Kann doch sein, dass wir alle schon resistent sind, also widerstandsfähig und unempfindlich gegenüber äußere Einflüsse.“
Kollege 4: „Es ist zwar schon etliche Jahre her, da wurde mir gesagt, dass Apfelkerne Blausäure enthalten. Gib ehrlich zu, ich hatte manchmal die Gewohnheit, Apfelkerne zu zerkauen. Und tatsächlich, in Apfelkerne ist Blausäure enthalten, wenn diese zerbissen werden, soll gerade diese giftige Blausäure freigesetzt werden.“
Kollege 3: „Würde vorschlagen, dieses Thema zu beenden. Wichtig ist doch, wir allen haben bis jetzt sowohl Arsen, Kadmium und auch Blausäure recht gut überstanden.“