
Mit einigen Kollegen sprach ich am Funk über ganz ungewöhnliche „Grenzschützer“.
Die Tageszeitung „Heute“ berichtete:
Mit einer radikalen Maßnahme will Indien jetzt illegale Grenzübertritte verhindern. Schlangen und Krokodile sollen dort künftig die Armee beim Grenzschutz unterstützen. Denn die 4.000 Kilometer lange Grenze zu Bangladesch verläuft vielerorts entlang von Flüssen und durch sumpfiges Gelände. Fluchtbewegungen aus dem armutsgeplagten Nachbarland können nur schwer kontrolliert werden. Ein Grenzschutz-Offizier berichtete davon, mit der Prüfung der „innovativen Idee“ beauftragt worden zu sein. Kritiker sind skeptisch: Wer garantiert, dass die Tiere nicht einheimische Fischer und Bauern anfallen?
Dazu gab es auch einige Wortmeldungen meiner Funkkollegen. Bezeichne diese als Kollege 1, Kollege 2, Kollege 3 und Kollege 4.
Kollege 1: „Ich glaube, da sind wir uns alle einig. Die Tageszeitung Heute berichtet recht oft über sehr unglaubliche Ereignisse. Dieser Grenzschutz durch Schlangen und Krokodile gehört da sicherlich dazu.“
Kollege 2: „Es ist sicherlich sehr schwierig, eine Grenze die 4.000 Kilometer lang ist, zu kontrollieren. Vor allem soll es entlang dieser Grenze auch Flüsse und sumpfiges Gelände geben.“
Kollege 3: „Sicherlich könnten Schlangen und Krokodile die Fluchtbewe-gungen etwas reduzieren. Ist natürlich mehr als unmenschlich, denn es fliehen ja Menschen in Not aus dem armutsgeplagten Bangladesch.“
Kollege 4: „Es ist aber auch verständlich, dass man sich in Indien gegen die illegalen Grenzübertritte schützen will.“
Kollege 1: „Angeblich soll das durchschnittliche Monatseinkommen in Bangladesch kaum über 200 Euro pro Kopf liegen.“
Kollege 3: „Verständlich, dass Kritiker dieses ungewöhnlichen Grenzschutzes durch Schlangen und Krokodile skeptisch sind, denn es gibt keine Garantie, dass diese Tiere nicht auch einheimische Fischer und Bauern anfallen.“