
Mit einigen Kollegen sprach ich am Funk über einen außergewöhnlichen Zwischenfall in einem Safaripark.
Die Tageszeitung „Heute“ berichtete:
Riesen-Schreck im Safari-World-Park in Bangkok. Eine Reisegruppe lockte Giraffen mit einer Schüssel Gemüse an. Doch kaum hatten die Pflanzen-fresser ihre Hälse durch die Fenster des Busses gesteckt, stürzten sie sich gierig auf die mit Stoff-Bananen dekorierten Flip-Flops einer Touristin. Während die Frau den Schock ihres Lebens erlitt, hatten die Mitreisenden den Spaß ihres Lebens.
Dazu gab es auch einige Wortmeldungen meiner Funkkollegen. Bezeichne diese als Kollege 1, Kollege 2, Kollege 3 und Kollege 4.
Kollege 1: „Habe zwar schon gehört, dass auch Giraffen Menschen attackieren können, allerdings soll das nur ganz selten vorkommen.“
Kollege 2: „Giraffen sind eigentlich sehr friedfertige Tiere, welche eher flüchten, wenn sie sich gestört fühlen. Aber in diesem Fall waren sie gierig auf das ihnen angebotene Futter. Ganz besonders auf die Stoff-Bananen, dabei kam es zu diesem außergewöhnlichen Zwischenfall.“
Kollege 3: „Vermutlich können Muttertiere aggressiv werden, wenn sie ihr Kalb bedroht sehen. Auch wenn sich eine Giraffe in die Enge getrieben fühlt, oder ihr der Fluchtweg versperrt wird, kann sie sich wehren.“
Kollege 4: „Es ist zwar schon längere Zeit her, da sprachen wir auch über eine Giraffe in einem US-Safaripark. Wenn ich mich recht erinnere, fütterte ein kleines Mädchen aus einem Jeep heraus, mit Tierfutter eine Giraffe. Dann hat die Giraffe plötzlich das Mädchen geschnappt und in die Höhe gezogen. Hat es aber sehr rasch wieder fallen gelassen. Zum Glück ist dem Mädchen nichts passiert.“
Kollege 2: „Bin ja richtig stolz auf dich, hast noch ein recht gutes Langzeitgedächtnis. Wenn ich mich nicht irre, die größeren Probleme kann es dann im höheren Alter mit dem Kurzzeitgedächtnis geben.“
Kollege 3: „Während die Frau, welche von den Giraffen bedrängt wurde, den Schock ihres Lebens erlitt, hatten die anderen Mitreisenden angeblich den Spaß ihres Lebens. Also nette Mitreisende stelle ich mir anders vor.“