Dieser Beitrag ist sehr ausführlich. Es gibt viele Infos über Darmkrebs


Mit einigen Kollegen sprach ich am Funk recht ausführlich über das Thema: Darmkrebs und die Wichtigkeit der Darmgesundheit. Da ich selbst beinahe an Darmkrebs gestorben wäre, war es mir ein großes Anliegen, alle Leserinnen und Leser über die Wichtigkeit einer rechtzeitigen Darmuntersuchung zu informieren.
Da dieser Beitrag sehr ausführlich ist, möchte ich gleich am Beginn allen Leserinnen und Lesern mitteilen:
HÄUFFIGKEIT VON BEFUNDEN: BEI RUND 99 % ALLER TEILNEHMER EINER VORSORGEDARMSPIEGELUNG (KOLOSKOPIE) WURDE KEIN DARMKREBS FESTGESTELLT.
Warum viele Menschen die Vorsorgekoloskopie meiden, ist die Angst, dass bei der Untersuchung Krebs entdeckt werden könnte.
Vermutlich weltweit einmalig, dass es in einer Oldtimer-Tram – in Wien – eine „Darm-Sprechstunde“ gibt.
Die Tageszeitung „Heute“ berichtete schon vor einigen Tagen:
März = Monat der Darmgesundheit
Am 18. März ab 16 Uhr laden AKH, MedUni und Selbsthilfe Darmkrebs zur Ringstraßen-Sonderfahrt – Fachärzte beantworten Fragen der Mitreisenden. Eintritt frei, Anmeldungen: info@selbsthilfe-darmkrebs.at
Im Internet gab es noch recht viele Informationen über Darmkrebs:
In Deutschland sterben derzeit jährlich rund 24.100 Menschen an Darmkrebs. Diese Zahl ist in den letzten 20 Jahren um etwa 17 % gesunken (im Jahr 2003 waren es noch 28.900 Todesfälle).
Wichtige Fakten zur Sterblichkeit in Deutschland
- Neuerkrankungen: Jährlich erkranken etwa 61.000 Menschen neu an Darmkrebs.
- Rückgang: Dank besserer Therapiemöglichkeiten und Früherkennung sinkt die Sterblichkeit kontinuierlich.
- Prävention: Eine rechtzeitige Vorsorge-Darmspiegelung kann das Sterberisiko laut Studien um bis zu 70 % senken.
- Trends: Während die Gesamtzahl der Todesfälle sinkt, beobachten Forscher einen leichten Anstieg der Erkrankungen und Todesfälle bei jüngeren Menschen unter 50 Jahren.
Situation in anderen Ländern (Beispiele)
- Österreich: Hier gab es zuletzt ebenfalls einen Rückgang der Neuerkrankungen und Todesfälle durch verstärkte Vorsorgeprogramme.
- Weltweit: Darmkrebs gehört global zu den häufigsten krebsbedingten Todesursachen. Im Jahr 2020 wurden weltweit rund 19,3 Millionen Krebsneuerkrankungen (alle Arten) geschätzt.
Am Beginn dieses Beitrags gibt es ein Foto meines Kollegen und sehr guten Freundes, der durch seine Beharrlichkeit, ich möge mir auf alle Fälle eine Dickdarmspiegelung (Koloskopie) machen lassen, zu meinem Lebensretter wurde. Bei einer bei mir durchgeführten Dickdarmspiegelung wurden vier krebsartige Polypen entfernt. Wären diese Polypen nicht entfernt worden, hätte man mir ein Stück Darm entfernen müssen. Ein künstlicher Darmausgang (Stoma) wäre mir nicht erspart geblieben. Der Chirurg sagte noch zu mir: „Sie sind gerade noch rechtzeitig gekommen. Ein weiteres Jahr ohne Operation hätten sie nicht überlebt.“
Erklärung aus dem Internet:
Ein künstlicher Darmausgang wird in der Medizin als Stoma bezeichnet. In der Fachsprache nutzt man zudem oft den lateinischen Begriff Anus praeter (kurz für Anus praeternaturalis).
Das „Säckchen“, das den Stuhl auffängt, nennt man schlicht Stomabeutel oder Auffangbeutel.
Wichtige aktuelle Entwicklungen
In Österreich wurde die Altersgrenze für die kostenfreie Vorsorgekoloskopie kürzlich auf 45 Jahre gesenkt. Auch medizinische Fachgesellschaften raten zunehmend dazu, bereits ab 45 Jahren mit der Vorsorge zu beginnen, da Darmkrebsfälle bei jüngeren Menschen zunehmen.
Standard-Intervalle zur Früherkennung
Für Personen ohne besondere Risikofaktoren gelten in Österreich und Deutschland folgende Empfehlungen:
- Regelintervall: Alle 10 Jahre.
- Beginn: In Österreich wird die Vorsorgekoloskopie für alle Versicherten bereits ab dem 45. Lebensjahr kostenlos angeboten.
- Begründung: Darmkrebs entwickelt sich meist sehr langsam aus gutartigen Vorstufen (Polypen). Dieser Prozess dauert in der Regel etwa zehn Jahre.
Verkürzte Abstände bei erhöhtem Risiko
Unter bestimmten Umständen sind deutlich engere Kontrollen notwendig:
- Nach Polypenentfernung: Wurden bei einer vorangegangenen Koloskopie Polypen (Adenome) gefunden und entfernt, wird das nächste Intervall je nach Anzahl, Größe und Gewebetyp der Polypen oft auf 3 bis 5 Jahre verkürzt
Prävention: Eine rechtzeitige Vorsorge-Darmspiegelung kann das Sterberisiko laut Studien um bis zu 70 % senken.
- Regelmäßige Inanspruchnahme (10-Jahres-Zeitraum):
- Etwa 58,7 % der Frauen (ab 55 Jahren) und 53,4 % der Männer (ab 50 Jahren) geben an, innerhalb der letzten zehn Jahre eine Koloskopie durchgeführt zu haben.
- Andere Erhebungen schätzen die Quote der Personen im vorsorgeberechtigten Alter, die in den letzten 10 Jahren eine Spiegelung hatten, insgesamt auf rund 40 %.
- Jährliche Screening-Beteiligung:
- Die jährliche Nutzung der Vorsorge-Koloskopie liegt bei etwa 2 % bis 2,5 % der anspruchsberechtigten Versicherten.
Dazu gab es von meinen Funkkollegen viele ausführliche Wortmeldungen. Einige bringe ich hier. Bezeichne diese als Kollege 1, Kollege 2, Kollege 3 und Kollege 4.
Kollege 1: „Um ganz ehrlich zu sein, habe mir auch noch nie eine Vorsorgekoloskopie machen lassen. Glaube, dass es bei mir die Bedenken waren, lasse ich eine Koloskopie machen, womöglich entdeckt man doch noch Krebs. Henry hat mir am Telefon mitgeteilt, dass diese Untersuchung völlig schmerzfrei ist. Man bekommt eine Beruhigungsspritze und schläft kurz darauf ein. Wenn man wieder munter wird, ist bereits alles vorbei. Etwas unangenehm soll die Vorbereitung für diese Untersuchung sein. Man muss viel Flüssigkeit und ein Medikament zur gründlichen Darmentleerung einnehmen. Soll aber laut Henry nicht so schlimm sein. Habe mir bereits einen Termin für diese Vorsorgekoloskopie geben lassen.“
Kollege 2: „War vor etwas drei Jahren bei der Koloskopie. Zum Glück war bei mir alles in Ordnung. Es ist bei mir alles genau so abgelaufen, wie es dir Henry bereits am Telefon mitgeteilt hat. Etwas unangenehm, die viele Flüssigkeit und das Medikament bei der Vorbereitung.“
Kollege 3: „Was mich doch etwas überrascht hat, dass 61.000 Menschen neuerlich jährlich an Darmkrebs erkranken.“
Kollege 4: „Zähle vermutlich auch zu denen, welche aus Angst keine Koloskopie machen lassen. Könnten vielleicht doch bei mir einen Darmkrebs entdecken. Immerhin gehört gerade der Darmkrebs zu den häufigsten krebsbedingten Todesursachen. Auch ich werde meine Angst nun überwinden und mich ebenfalls zu einer Vorsorgekoloskopie anmelden.“
Kollege 2: „Für uns alle sehr wichtig, eine rechtzeitige Vorsorge-Darmspiegelung kann das Sterberisiko laut Studien um bis zu 70 % senken.“
Liebe Besucherinnen! Liebe Besucher!
Dieser Beitrag war sehr lang und recht ausführlich. Vielleicht können sich einige Damen und Herren, bei denen bis jetzt noch keine Vorsorgekolo-skopie gemacht wurde, nun doch für eine solche entscheiden.