310 Raserin: “Blieb am Gaspedal hängen”

Mit einigen Kollegen sprach ich am Funk über eine Raserin, die eine unglaubliche und kuriose Ausrede hatte.

Die „Kronenzeitung“ berichtete:

Erwischte Drogenlenkerin hatte nach Wahnsinnsfahrt kuriose Ausrede parat

Eine Spitzengeschwindigkeit von 190 km/h, mehrmaliges Drängeln, viele Überholmanöver am rechten Fahrstreifen – durch ihre äußerst riskante Fahrweise zog eine Lenkerin auf der Westautobahn im Bezirk Amstetten auch die Aufmerksamkeit einer Zivilstreife auf sich. Rund 25 Kilometer lang fuhren die Beamten der Frau im dichten Verkehr nach, ehe eine sichere Anhaltung auf Höhe Oed möglich wurde.

Danach staunten die Beamten nicht schlecht, als sie die Ausrede der 21-jährigen Wienerin hörten. Sie habe einen wichtigen Termin und sei dabei leider mit dem Fuß am Gaspedal hängen geblieben. Eine amtsärztliche Untersuchung stellte wenig später fest: Die junge Frau stand unter Drogeneinfluss. Ihr Führerschein wurde abgenommen.

Dazu gab es auch einige Wortmeldungen meiner Funkkollegen. Bezeichne diese als Kollege 1, Kollege 2, Kollege 3 und Kollege 4.

Kollege 1: „Bisher berichtete fast immer die Tageszeitung Heute über unglaubliche Vorfälle. Diesmal war es die Kronenzeitung. Ich würde nicht von einer kuriosen Ausrede sprechen, sondern eher von einer ganz blöden Ausrede. Wie kann jemand am Gaspedal hängen bleiben?“

Kollege 2: „Und sogar 25 Kilometer lang fuhr die Drogenlenkerin mit dem Fuß, welcher angeblich am Gaspedal hängen blieb.“

Kollege 3: „Habe schön langsam den Eindruck, dass Drogenlenkerinnen und Drogenlenker die ungewöhnlichsten Sachen fabrizieren.“

Kollege 4: „Dabei kann man nur von einem großen Glück sprechen, dass bei dieser irren Fahrt dieser Drogenlenkerin niemand verletzt oder getötet wurde.“

Kollege 1: „Dieser Dame wurde zwar der Führerschein abgenommen, vermutlich wäre es besser und vor allem viel sicherer, wenn sie auch nie mehr einen Führerschein bekommen würde.“

Kollege 3: „Garantie für die Sicherheit gibt es allerdings nicht, wer garantiert uns, dass diese Dame nicht in Zukunft ohne Führerschein unterwegs ist?“

Kollege 2: „Vor allem hat sie den großen Vorteil, dass man ihr auch keinen mehr abnehmen kann.“

Kollege 4: „Habe jetzt kurz im Internet nachgesehen, wie viele eigentlich in Österreich ohne Führerschein unterwegs waren. Von 2018 bis 2022 waren 2.400 Personen ohne gültigen Führerschein bereits an Unfällen in Österreich beteiligt. Zehn von ihnen kamen laut Statistik Austria bereits im Jahr 2022 ums Leben.“

Kollege 3: „Jetzt haben wir bereits 2026. Da wird es sicherlich noch viel mehr Personen ohne gültigen Führerschein geben, welche an Unfällen beteiligt sind. Die Dunkelziffer von Verkehrsteilnehmern, die ohne Führerschein unterwegs sind, dürfte demnach recht hoch sein.“   


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