
Mit einigen Kollegen sprach ich am Funk über eine Trauerfeier, die in blanker Wut endete.
Die Kronenzeitung berichtete:
Kellner schimpft auf Rechnung
England. Er bonierte Trauergäste in Kassa als „depressive Idioten“
Was als Trauerfeier begann, endete in blanker Wut. Sue Pharoah mietete das Crossroads Cafe in Dorchester, um mit 30 Trauergästen ihres verstorbenen Ehemannes Steve (67) zu gedenken. Doch auf der Rechnung stand die unfassbare Tisch-Bezeichnung: „Depressed f***s“ (übersetzt „depressive Idioten“) – für die Familie ein Schlag ins Gesicht. Das Cafe entschuldigte sich nun, zahlte den Betrag zurück und suspendierte den Kellner.
Dazu gab es einige Wortmeldungen meiner Funkkollegen. Bezeichne diese als Kollege 1, Kollege 2, Kollege 3 und Kollege 4.
Kollege 1: „Was mich bei unseren diversen Funkgesprächen überrascht, dass wir immer wieder über neue Unglaublichkeiten sprechen. Für mich zählt dieser Kellner, der 30 Trauergäste als depressive Idioten bezeichnet, auch zu diesen Unglaublichkeiten. Zwar sagte er es den Gästen nicht persönlich, aber auch die Bezeichnung auf der Rechnung ist ungeheuerlich.“
Kollege 2: „Was mich allerdings interessiert hätte, was haben diese 30 Trauergäste getan, dass dieser Kellner sie als Idioten bezeichnete. Kann mir kaum vorstellen, dass sich diese Trauergäste ganz normal verhalten haben, wie es ja bei unzähligen Trauerfeiern üblich ist.“
Kollege 3: „Denke auch, dass es keine normale Trauerfeier war, denn völlig grundlos hätte dieser Kellner die Gäste nicht beschimpft. Er ist sicherlich mit dieser Beschimpfung zu weit gegangen und wurde deshalb auch suspendiert.“
Kollege 4: „Es kommt in der heutigen Zeit, zumindest bei uns in Österreich, gar nicht mehr allzu oft vor, dass man Kellner entlässt. Ausgenommen bei ganz groben Verstößen. Der Grund ist der, dass es immer schwieriger wird, Personal im Gastgewerbe zu finden.“