
Mit einigen Kollegen – keine Fans von E-Autos – sprach ich am Funk über das Thema: Verfrühte E-Auto-Euphorie.
Einige Meldungen der „Kronenzeitung“ (auch meine Funkkollegen hatten darüber gelesen):
Verfrühte E-Auto-Euphorie kostet Stellantis 22 Milliarden Euro.
Autobauer Stellantis verabschiedet sich von seiner Elektro-Strategie und nimmt dafür Abschreibungen von mehr als 22 Milliarden Euro in Kauf.
Der seit Mai amtierende Chef Antonio Filosa bricht endgültig mit den Plänen seines Vorgängers Carlos Tavares, das aus Fiat, Chrysler, Peugeot und Citroen entstandene Konglomerat ganz auf Elektroautos auszurichten.
Kunden der Opel-Mutter sollen wieder die Wahl haben, ob sie Verbrenner, Hybrid- oder Elektro-Modelle kaufen.
An der Börse brach der Stellantis-Kurs um über 20 Prozent ein.
Die „Kronenzeitung“ berichtete auch, dass es nun Billigpreise für gebrauchte E-Pkw gibt.
Jahrelang hat die EU auf ein Verbrenner-Aus gepocht und E-Autos forciert. Damit hat man klar am Markt vorbei Politik gemacht. Elektromobile haben hauptsächlich Firmen wegen der Steuervorteile gekauft. Schlussendlich daher auch das Aus vom Verbrenner-Aus. E-Pkw überschwemmen hingegen jetzt den Gebrauchtwagenmarkt. Weil Private darauf wenig abfahren und Unternehmen keine Gebrauchten kaufen, sind sie ein Ladenhüter. Bravo.
In einem weiteren Beitrag der „Kronenzeitung“ berichtet diese auch über den Rückzugsgrund:
Der Rückzug hat einen simplen Grund: Viele Kunden wollen den schnellen Umstieg auf Elektroautos nicht mitmachen. Die Fahrzeuge waren zu teuer, die Reichweite zu unsicher., das Laden zu kompliziert. Vor allem in den USA blieb das Interesse aus – Stellantis musste dort Milliardenprojekte stoppen. Große Elektro-Pick-ups wurden gestrichen, geplante Modelle wanderten direkt in den Papierkorb. Stattdessen setzt der Konzern wieder auf das, was sich wirklich verkauft: kräftige Motoren und bewährte Technik. In Europa kippt man ebenfalls eine frühere Entscheidung. Opel wird nicht wie geplant ab 2028 vollelektrisch, sondern bleibt bei Hybridautos. Künftig soll nicht mehr der politische Zeitplan zählen, sondern das, was Autofahrer tatsächlich kaufen – und womit der Konzern endlich wieder Geld verdient.
Schock für die E-Auto-Branche: Statt E-Power feiert der gute alte Verbrenner sein Comeback.
Dazu gab es von meinen Funkkollegen auch viele Wortmeldungen. Bezeichne diese als Kollege 1, Kollege 2, Kollege 3 und Kollege 4. Bringe allerdings nur einen Teil (zu umfangreich).
Kollege 1: „Was manchen E-Auto-Käufern, welche sicherlich für die Umwelt was Gutes tun wollen, gar nicht bekannt ist, dass es bei der Herstellung von E-Auto-Batterien angeblich einen CO2-Ausstoß von bis zu 17 Tonnen geben soll. Zwar ist diese Information schon etwas älter, bin mir aber sicher, dass der CO2-Austoß noch immer recht hoch ist. Elektromobile wurden doch hauptsächlich von verschiedenen Firmen gekauft, aber sicherlich nicht wegen der Umweltfreundlichkeit, sondern der Steuervorteile.”
Kollege 2: „Es wurde ja auch der Grund angeführt, wieso viele den Umstieg auf Elektroautos nicht machen wollen. Die Fahrzeuge sind zu teuer und die Reichweite ist noch immer zu unsicher. Auch das Laden ist zu kompliziert und Ladestationen gibt es noch immer zu wenige. Die Dauer des Ladevorgangs ist für viele zu lange.“
Kollege 3: „Was mich eigentlich etwas überrascht hat, dass vermutlich viele privaten E-Auto-Fahrer sicherlich für die Umwelt was Gutes tun wollen. Haben die aber auch daran gedacht, dass ein immer höherer Stromanteil bereits Atomstrom ist. Ach so, habe ganz vergessen, der wurde ja bereits zum grünen Strom gemacht. Also somit doch umweltfreundlich.“
Kollege 4: „Was man auch nicht vergessen soll, es hat doch schon einige Vorfälle mit brennenden E-Autos gegeben, die man kaum löschen konnte. Die Akkus sind das große Problem für die Feuerwehren.“
Kollege 1: „Denke aber, obwohl wir nicht gerade zu den Fans von Elektroautos zählen, soll es trotzdem zulässig sein, dass Menschen unterschiedlicher Meinung sein dürfen. Habe selbst zwei gute Freunde, die bereits sehr zufriedene Elektroautobesitzer sind. Kann mir aber durchaus vorstellen, dass z. B. e-hybrid-Autos, für so manche noch Unentschlossene, der goldene Mittelweg wäre.“