
Mit einigen Kollegen sprach ich am Funk über das Thema: „Das Ende der Menschheit“.
Die Kronenzeitung berichtete (bringe nur einige Ausschnitte dieses sehr ausführlichen Berichts – zu umfangreich):
KI – Werkzeug oder das Ende der Menschheit?
Führt künstliche Intelligenz ins Verderben? Ja, meint einer der KI-Pioniere. Ein Experte aus Wien sieht den Umbruch dagegen als Chance.
Kronen Zeitung
M. Perry, St. Steinkogler
18 Dez. 2025
Silicon Valley liebt Visionen. Doch was derzeit aus den Chefetagen der Tech-Giganten dringt, klingt weniger nach Fortschritt als nach Endzeitfilm. Vier-Tage Woche? Überholt. Arbeit für alle? Illusion. Die Botschaft der KI-Elite ist brutal ehrlich: Der Mensch wird überflüssig.
Nvidia-Boss Jensen Huang glaubt noch an eine sanfte Revolution. Jeder Job werde sich verändern, sagt er. Produktivität explodiere, Freizeit werde mehr. Bill Gates geht weiter: Für „die meisten Dinge“ brauche es bald keine Menschen mehr. Und Elon Musk legt noch eine Schippe drauf – in weniger als 20 Jahren müsse praktisch niemand mehr arbeiten.
Nobelpreisträger: „Viel schneller als erwartet“
Während Milliardäre von einer sorgenfreien Zukunft schwärmen, zieht Geoffrey Hinton, Nobelpreisträger und KI-Pionier, die Notbremse. Immerhin einer der Männer, die KI überhaupt erst möglich gemacht haben. Sein Urteil ist ein Schock.
„Die Entwicklung läuft viel schneller, als ich je erwartet hätte“, sagt Hinton. Und nennt eine Zahl, die hängen bleibt: 10 bis 20 Prozent Wahrscheinlichkeit, dass KI die Menschheit in den nächsten 30 Jahren auslöscht.
Hinton vergleicht die Zukunft mit einem Albtraum aus dem Kindergarten. „Stellen Sie sich vor, Sie sind mit einem Dreijährigen im Raum“, sagt er. „Wir werden die Dreijährigen sein.“ Noch nie habe eine weniger intelligente Spezies eine intelligentere kontrolliert.
Menschen werden bald für die meisten Sachen nicht mehr benötigt. Nur drei Berufe – Programmierer, Energieexperten und Biologen – werden künftig noch gebraucht.
Während Politik und Wirtschaft – vor allem in Europa – über Ethik-Leitlinien diskutieren, rollt die nächste Welle an. KI schreibt Texte, programmiert Software, analysiert Verträge, diagnostiziert Krankheiten. Jobs stehen auf der Abschussliste.
Was passiert, wenn Millionen Menschen gleichzeitig nicht mehr gebraucht werden? Die Tech-Konzerne haben Antworten: Innovation, Umschulung, neue Jobs. Doch Hinton winkt ab. Die Geschwindigkeit sei das Problem. Es gebe keinen historischen Vergleich. Berufsfelder könnten verschwinden, bevor Gesellschaften fähig sind, zu reagieren. Hinton warnt eindringlich davor, die Entwicklung dem Markt zu überlassen: „Die unsichtbare Hand wird uns nicht schützen. “Konzerne stünden unter Druck, schneller, besser, mächtiger zu werden. Sicherheit koste Zeit. Und Zeit koste Geld.
Eduard Prinz, Geschäftsführer der Wiener KI-Start Ups 21base behauptet: Wir werden keine Massenarbeitslosigkeit erleben, eher eine große Umschulung der Arbeitswelt. Wer gegen KI arbeitet, wird es aber schwer haben.
Dazu gab es auch einige Wortmeldungen meiner Funkkollegen. Bezeichne diese als Kollege 1, Kollege 2, Kollege 3 und Kollege 4.
Kollege 1: „Gar manche, die diesen Bericht lesen, werden ein mulmiges Gefühl bekommen. Was passiert tatsächlich, wenn Millionen von Menschen nicht mehr gebraucht werden. Wo finden diese dann noch einen Arbeitsplatz?“
Kollege 2: „Es ist ja tatsächlich unvorstellbar, dass man Menschen für viele Sachen angeblich nicht mehr benötigt. Es sollen dann nur noch Programmierer, Energieexperten und Biologen gebraucht werden.“
Kollege 3: „Wie viele Menschen wird es dann geben, die für diese Berufe völlig ungeeignet sind?
Kollege 4: „Werden wir dann von der KI beherrscht? KI soll Texte schreiben, Software programmieren, Verträge analysieren und sogar Krankheiten diagnostizieren.“
Kollege 3: „Herr Hinton behauptet, noch nie habe eine weniger intelligente Spezies eine intelligentere kontrolliert. Ich finde, dass es im täglichen Leben durchaus schon vorgekommen ist, dass eine weniger intelligente Spezies eine intelligentere kontrollierte. Wienerisch würde ich sagen, blöde Menschen haben sicherlich schon öfter klügere Menschen kontrolliert.“
Kollege 4: „Elon Musk behauptet, in weniger als 20 Jahren müsse praktisch niemand mehr arbeiten. Ob das so erstrebenswert ist, wage ich zu bezweifeln. Denke nicht, dass Herr Musk schon heute weiß, was in 20 Jahren sein wird.“
Kollege 1: „Herr Prinz behauptet, wer gegen KI arbeitet, wird es schwer haben. Stellt sich nur die Frage, und wer für KI arbeitet, der hat es dann leichter?“
Kollege 2: „10 bis 20 Prozent Wahrscheinlichkeit, dass KI die Menschheit in den nächsten 30 Jahren auslöscht. Hoffentlich gibt es noch ein Licht am Ende des Tunnels. Liebe Freunde, um ganz ehrlich zu sein, mir wäre es wesentlich lieber, es würde KI gar nicht geben.“