
Mit einigen Kollegen sprach ich am Funk über eine sehr verantwortungslose Mutter.
Die Tageszeitung „Heute“ berichtete:
Mutter ließ Kleinkind ans Steuer
Komplett uneinsichtig zeigte sich eine 29-Jährige, als sie von einer Polizeistreife auf der A6 bei Ramstein (Rheinland-Pfalz) herausgewinkt wurde. Unglaublich, aber wahr: Sie hatte, um eine Textnachricht auf dem Handy tippen zu können, ihr einjähriges (!) Kind, das ungesichert auf ihrem Schoß saß, ans Lenkrad gelassen. Neben mehreren Anzeigen steht der Frau nun auch ein Besuch vom Jugendamt ins Haus.
Dazu gab es einige Wortmeldungen meiner Funkkollegen. Bezeichne diese als Kollege 1, Kollege 2, Kollege 3 und Kollege 4.
Kollege 1: „Es ist ja tatsächlich unglaublich, dass man ein einjähriges Kind während der Fahrt ans Lenkrad lässt.“
Kollege 2: „Es ist sicherlich schon öfter vorgekommen, dass man Kinder während der Fahrt ans Lenkrad lässt. Allerdings einjährige Kinder kaum.“
Kollege 3: „Ich glaube nicht, dass sich diese Mutter bewusst war, was alles passieren hätte können. Fragt sich nur, wie lebenswichtig diese Textnachricht war.“
Kollege 4: „Es ist manchmal schon vorgekommen, dass bei ähnlichen Vorfällen Eltern, denen es finanziell nicht all zu gut geht, hohe Geldstrafen zahlen mussten. Leider sind dann auch die Kinder die Leidtragenden, wenn es sich mit dem Geld nicht mehr ausgeht. Auch sie bekommen es dann zu spüren.“
Kollege 3: „Diese verantwortungslose Mutter wird für die diversen Anzeigen sicherlich recht viel zu bezahlen haben.“
Kollege 2: „Man kann ja nur froh sein, dass bei diesem unglaublichen Vorfall niemand zu Schaden gekommen ist.“