124 Sie sind doch tot!

Mit einem Kollegen sprach ich am Funk über eine sehr ungewöhnliche Aussage: “Sie sind doch tot!”

Die “Kronenzeitung” berichtete:

Führerschein-Stelle:

“Sie sind doch tot!”

USA. Bei Fahrerlaubnis-Verlängerung erlebte 34-jährige blaues Wunder

Antragstellerin verstorben – diese Antwort erhielt Nicole Paulino, als sie online im US-Bundesstaat Maryland einen Antrag auf Führerscheinverlängerung stellen wollte. Auch ihre Krankenversicherung war plötzlich nicht mehr aktiv. “Ich bekam die Panik. Keiner konnte mir sagen, warum ich als tot gelte oder was ich tun kann, um das wieder zu ändern, auch die Steuerbehörde IRS konnte mir nicht weiterhelfen”, sagte die dreifache Mutter im NBC-Interview.

Der Anwalt Joseph McClelland übernahm die heikle Caus kostenlos und sorgte dafür, dass Paulino auch im bürokratischen System wieder am Leben ist. “Es stellte sich heraus, dass der Mitarbeiter eines Bestattungsinstituts einen Tod gemeldet, sich bei einer Ziffer der Versicherungsnummer vertippt und so die Nummer meiner Mandantin angegeben hatte”, brachte McClelland Licht ins Dunkel.

“Solche Fehler passieren beinahe täglich in den USA, und jährlich werden bis zu 10.000 Bürger im System fälschlicherweise für tot erklärt.”

Seine Mandantin erwägt nun eine Schadensersatzklage gegen das Bestattungsinstitut – Paulino:

“Ich habe nicht nur einen hohen finanziellen Verlust erlitten, meine mentale Gesundheit hat sehr gelitten.” 

Zu dieser Meldung der “Kronenzeitung” über die Führerschein-Stelle gab es von den Funkkollegen einige Wortmeldungen. Bezeichne diese mit Kollege 1, Kollege 2, Kollege 3 und Kollege 4.

Kollege 1: “Ich wiederhole mich zwar wieder, aber was ich schon öfter am Funk gesagt habe, Amerika ist anders. Man kann sich das kaum vorstellen, dass in den USA jährlich bis zu 10.000 Bürger fälschlicherweise für tot erklärt werden.”

Kollege 2: “Keine Frage, Amerika kann man mit dem kleinen Österreich sicherlich nicht vergleichen. Immerhin beträgt dort die Bevölkerung über 346 Millionen Menschen. Da kann es natürlich zu wesentlich mehr Fehlern verschiedenster Art kommen. Aber 10.000 Bürger jährlich für tot erklären, finde ich, ist doch ein starkes Stück.”

Kollege 3: “Kann mir durchaus vorstellen, dass diese Dame eine Panik bekommen hat, da ja auch ihre Krankenversicherung nicht mehr bestand. Sehr lobenswert, dass sich ein Anwalt kostenlos um die großen Probleme dieser dreifachen Mutter angenommen hat.”

Kollege 4: “Ganz schlimm ist ja noch, dass ihr niemand sagen konnte, wieso sie für tot erklärt wurde. Anscheinend konnte ihr keiner weiterhelfen.”

Kollege 2: “Es ist ja fast nicht zu glauben, dass ein Tippfehler bei einem Bestattungsinstitut solch ein Chaos auslösen kann.”

Kollege 3: “Wäre recht interessant, ob so etwas bei uns in Österreich auch passieren kann?”

Kollege 1: “Tippfehler werden sicherlich auch in Österreich öfter große Probleme ausgelöst haben. Ob so etwas auch bei uns passieren kann, denke ich nicht.”

Kollege 4: “Das große Glück, dass es doch noch eine Erklärung gab. Drei Kinder hatten ihre Mutter nicht verloren.”


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