99 ZECKEN KÖNNEN BIS ZU 10 JAHRE LEBEN UND OHNE NAHRUNG AUSKOMMEN!!!

Älterer Beitrag

Mit einigen Kollegen sprach ich am Funk recht ausführlich über Zecken.

In der Tageszeitung “Heute” gab es folgende Meldung:

Zeckenplage: Bei Stich richtig handeln. Ruhe bewahren statt Panik schieben.

Eine Zecke gefunden? Bloß nicht quetschen oder mit Öl ertränken! Stattdessen eine Zeckenzange dicht an der Haut ansetzen und das Tier langsam und gleichmäßig herausziehen – nicht drehen. 

Infos aus dem Internet

Ordnung: Zecken

Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)

Die Zecke

Die Zecke ist ein weltweit verbreiteter Parasit, der sich vom Blut zahlreicher Wirbeltiere ernährt. Dabei benötigen Zecken für jedes Entwicklungsstadium und die Vermehrung je eine Blutmahlzeit. Der Blutverlust ist für den Wirt – ob Mensch oder Tier – in der Regel nicht das Problem. Die Zecke hat vielmehr als Überträger von Krankheitserregern auf Mensch und Tier zweifelhafte Berühmtheit erlangt. Doch wie genau sticht sie und warum sind Zecken gefährlich?

Zecken halten sich bevorzugt in der bodennahen Vegetation in einer Höhe von 30 bis 60 Zentimetern auf und lassen sich dort z. B. vom Menschen abstreifen. (© Komarov Dmitriy – stock.adobe.com)

Viele Menschen glauben, dass sich Zecken von Bäumen fallen lassen. Das stimmt allerdings nicht. Zecken halten sich bevorzugt in der bodennahen Vegetation in einer Höhe von 30 bis 60 Zentimetern auf, zum Beispiel auf Gräsern, in Büschen und auf Wiesen. Menschen oder Tiere fangen sich Zecken meist im Gras ein oder streifen sie von Sträuchern ab. Auch auf Grünflächen in Städten können Zecken vorkommen, zum Beispiel in Stadtparks oder Gärten. Sogar auf Sportplätzen wurden sie schon gefunden.

Spinnentier Zecke

Zecken zählen biologisch zur Klasse der Spinnentiere. Das erkennt man beispielsweise an den acht Beinen erwachsener Zecken. Noch genauer gehört die Zecke zur Unterklasse der Milben. Die Zecke ist ein hochspezialisiertes Tier, das durch Körperbau und Verhalten hervorragend an seine Umwelt angepasst ist. Als Parasit braucht sie andere Lebewesen, von deren Blut sie sich ernährt – ähnlich wie eine Stechmücke.

Blutsauger Zecke

Doch im Vergleich zu Stechmücken brauchen Zecken viel mehr Blut. Im Extremfall hängen sie bis zu 15 Tage an ihrem Wirt (Tiere und Menschen) und trinken dessen Blut. Dafür suchen sie sich an ihrem Opfer eine geeignete Stelle, etwa beim Menschen die Achselhöhle oder den Genitalbereich, um festen Halt zu haben. Blut lässt die Zecke wachsen. Die Zecke saugt das Blut ohne Umwege in ihren Darm. Durch das Blutsaugen steigt ihr Eigengewicht um ein Vielfaches. Denn der Darm besteht aus vielen Anhängen und ist so dehnbar, dass eine vollgesaugte Zecke bis zu 200-mal so viel wiegen kann wie eine hungrige.

Die Zecke hat einen hochentwickelten Stechapparat. Mit ihren scherenartigen Mundwerkzeugen (Cheliceren) reißt sie die Haut des Wirts auf und gräbt mit ihrem „Stachel“ (Hypostom) eine Grube in das Gewebe, das sich an der Stichstelle mit Blut füllt. Nachfließendes Blut saugt die Zecke immer wieder ab.

Wie lange leben Zecken?

Mit einer einzigen Blutmahlzeit kann eine Zecke sehr lange überleben. Unter Testbedingungen im Labor konnten Zecken, die vorher Blut gesaugt hatten, bis zu zehn Jahre lang ohne weitere Nahrung auskommen. In freier Natur lebt der hiesige Gemeine Holzbock im Durchschnitt drei bis fünf Jahre. 

Die Parasiten können also sehr lange ohne Wirt leben. Ansonsten leben männliche Zecken bis nach der Begattung, Weibchen sterben nach der Eiablage.

Warum sind Zecken gefährlich?

Ist die Zecke mit Krankheitserregern infiziert, kann ein Zeckenstich für Menschen gefährlich werden. Dabei gelangen die Krankheitserreger aus den Speicheldrüsen oder dem Darm der Zecke durch den Stechapparat in den Körper des Wirts. Zeckenstiche sollten daher so gut es geht durch die richtige Vorsorge vermieden werden. 

Für meine Funkkollegen waren diese Informationen aus dem Internet recht interessant. Einige Kollegen waren auch der Meinung, dass Zecken von den Bäumen fallen, man gegen diese mit Öl vorgehen soll bzw. Zecken mit Drehungen entfernt werden sollen. Besonders überrascht waren sie, dass Zecken bis zu zehn Jahren leben und ohne Nahrung auskommen. 

Da ich mich schon seit sehr vielen Jahren mit der Erforschung des Mikrokosmos (Insektenforschung) beschäftige, waren mir diese Informationen aus dem Internet nicht neu. 

Es ist auf alle Fälle nicht schlecht, sich eine Zeckenzange zuzulegen, wenn man viel in der Natur unterwegs ist.

GANZ WICHTIG – Z E C K E N I M P F U N G ! ! !


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