52 “Notgroschen” wohin damit?

Mit einem Kollegen sprach ich am Funk über einen recht interessanten Bericht der Kronenzeitung über das “Ultimative” Geldversteck. Auch er hatte darüber in der Kronenzeitung gelesen.

“Ultimatives Geldversteck gibt es nicht”

Experte kennt die Szene und verrät Hintergrundwissen über Einbrecher

Zwischen Buchseiten, in einem Socken, unter der Bettdecke oder in käuflichen Nachbauten mit Hohlraum? Wer Bargeld verstecken will, tingelt nicht selten ratlos durch die Räume auf der Suche nach einem ganz besonderen Geheimplatz. Eines vorweg: “Das ‘idealste Versteck’ gibt es nicht”, sagt Michael Bübl. Der Schlosser aus Ernstbrunn, Bezirk Korneuburg, hat Jahrzehnte in Wien Polizisten ausgebildet und ihnen erklärt, wie Einbrecher handeln – wie Profis vorplanen oder was Schwächen von Amateur-Kriminellen sind. Hier setzt sein wichtigster Tipp an: “Hast du schon eine Wohnung gesehen, in der ein Eindibler gewütet hat?”, fragt Bübl im Interview. “Da bleibt kein Kasten, keine Schublade, kein Sofabezug ganz. Ganze Spülkästen werden herausgerissen. Tischfüße tritt man schnell weg – da es lange Zeit als Tipp galt, dort Geld zu verstecken.” Das Resümee: “Alles ist zerschlagen, kaputt – wegen vielleicht 500 Euro!”

Experte Bübl hat die “Szene” genau analysiert: Nur wenige Kriminelle planen gezielte Coups, viele haben kleinere Summen im Visier, oft wegen Drogensucht, so Bübl: “Manche kämpfen tatschlich mit Hunger und Not. Es ist also besser, an einem vermeintlich guten ‘halboffenen’ Versteck ein paar Geldscheine zu deponieren.” Somit habe “Otto Normaleinbrecher” sein Ziel erreicht und das Opfer erspart sich zumeist eine weitreichende Zerstörung seiner Einrichtung.

Wichtig: “Höhere Werte nie im Haus haben – Grund sind zunehmende ‘Home Invasionen’: Unter roher Gewalt verrät man alle Tresorcodes”, sagt Bübl. Und in nicht knackbaren Groß-Safes wird Wervolles vermutet und dem Bewohner aufgelauert: “Im Extremfall mit lebensgefährlichen Folgen.”

Wortmeldung meines Kollegen: “Es ist tatsächlich sehr schwer, da den goldenen Mittelweg zu finden. Herr Bübl hat da sicherlich sehr große Erfahrung mit diesen Kriminellen. Wird sicherlich der richtige Mann gewesen sein, der Jahrzehnte in Wien Polizisten ausgebildet hat und ihnen erklärte, wie sich die diversen Einbrecher verhalten. Nur kann ich mir nicht vorstellen, dass ich vielleicht 500 Euro womöglich in einer Schüssel, gut sichtbar, bereits für eventuelle Einbrecher bereitstelle, nur damit die nicht meine komplette Einrichtung zerstören. Wichtig ist, so finde ich, dass  man eine gute Haushaltsversicherung hat und keinesfalls zu viel Geld oder gar besondere Wertgegenstände in seiner Wohnung bzw. in seinem Haus aufbewahrt.”


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