


Mit einem Kollegen sprach ich am Funk über “Unvergessliche Zeiten”.
Der Grund, weshalb wir eigentlich über “Unvergessliche Zeiten” sprachen war der, da die Tageszeitung “Heute” über einen Oberleutnant berichtete, der für lange Haare 3.000 Euro Strafe zahlen musste.
In einer haarigen Angelegenheit war ein Oberleutnant des Bundesheeres verwickelt, er verstieß gegen das Haartracht-Verordnungsblatt. In diesem heißt es: “Die Haare von Soldaten müssen kurz geschnitten sein. Augen und Ohren dürfen nicht bedeckt sein. Das Haar ist so zu tragen, dass bei aufrechter Kopfhaltung Uniform- und Hemdkragen nicht berührt werden.”
Doch der zweifache Vater hatte sich die Haare wachsen lassen, trug sie zu einem Pferdeschwanz gebunden. Weil er sich seine Mähne nicht schneiden lassen wollte, erstattete sein Vorgesetzter Meldung, der Mann selbst zudem Selbstanzeige. In einem Antrag führte er aus, dass er sich gegenüber weiblichen Soldaten diskriminiert fühle (die einen Pferdeschwanz tragen dürfen). Die Bundesdisziplinarbehörde verhängte daraufhin eine Strafe in der Höhe von 3.000 Euro. Da er im System des Verteidigungsministeriums als männlich eingetragen sei, gelten für ihn auch die (Haar-) Regeln für Männer, so die Behörde.
Durch diese Zeitungsmeldung wurden wir beide wieder an unsere Wehrdienstzeit beim “Österreichischen Bundesheer” erinnert. Dann erzählten wir uns über diese “Unvergesslichen Zeiten”. Da mein Kollege von mir etwas genauer erfahren wollte, wo und wie ich diese “Unvergesslichen Zeiten” erlebt habe, schickte ich ihm per E-Mail auch drei Fotos.
Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte. Nachdem es drei Bilder waren, wären das über 3.000 Worte.
Vor vielen Jahren machte ich im Fliegerhorst Langenlebarn als “Flieger” meine sehr schwere Grundausbildung und einen noch schwereren Chargenkurs. Dieser wurde uns noch zusätzlich abverlangt, weil es damals zu wenig Ausbildner gab. Wenn man alle erforderlichen Prüfungen sehr gut bestanden hatte, sollten einige von uns “Flieger” ebenfalls Ausbildner werden.
Mein Funkkollege meinte: “Es gibt im Leben unvergessliche Zeiten, die recht schön sein können, aber auch weniger schöne. Was du mir alles erzählt hast und die Fotos die du mir geschickt hast, so denke ich, deine Zeit beim Bundesheer dürfte doch eher zu den weniger schönen unvergesslichen Zeiten zählen. Da erschien mir auch die Diskriminierung des Herrn Oberleutnant, betreffend seiner langen Haare, weniger bedeutungsvoll.”
Henry beim “Robben” – habe noch im Internet nachgesehen, was über “Robben” steht…
Mit sieben bis zehn Monaten beginnen die meisten Kinder zu robben. Das Baby krabbelt also auf dem Bauch und benutzt nur die Arme. Kurze Zeit später benutzt das Baby auch die Beine und beginnt zu krabbeln. Aber jedes Kind ist anders und lernt das Krabbeln etwas früher oder später.
War doch etwas überrascht, als ich beim Heer, wie sieben bis zehn Monate alte Kinder, wieder zu robben begann. Allerdings im Kampfanzug, mit Stahlhelm, Sturmgewehr, ohne Schnuller und mit viel Gewicht am Rücken.
Der Kamerad der viele Fotos machen durfte, hatte eine Schulterprellung und musste deshalb bei dieser “Großübung” – mit über hundert Soldaten – nicht teilnehmen. Die Fotos gab es nur in SW, da Farbfilme damals für Soldaten etwas zu teuer waren.