35 Auch Tiger können “Hundemüde” sein

Mein Kollege am Funk sagte mir, er werde nicht allzu lange funken, denn er sei hundemüde. Nachdem wir aber noch einige Zeit am Funk verbrachten und sogar über das “Schlafen” im allgemeinen sprachen, dürfte er doch nicht wirklich hundemüde gewesen sein. Machte auch eine kurze Funkpause, um im Internet nachzusehen, was bedeutet der Ausdruck “hundemüde” und wie sieht es mit dem Ruhebedürfnis von großen Raubkatzen aus. Schickte meinem Funkkollegen per E-Mail die 2 Fotos – Hund und Tiger.

Die Antwort lautet also: Der Ausdruck “hundemüde” kommt vom ausgeprägten Ruhebedürfnis eines Hundes: Bis zu 20 Stunden am Tag schlafen oder dösen Hunde. In erster Linie dient die Vorsilbe hunde- zur Verstärkung des Wortes, wie auch bei hundsgemein oder hundsmiserabel.

Warum heißt es ich bin hundemüde?

Und so ist es in den Sprachgebrauch übergegangen, dass der Hund mit etwas Schlechtem in Verbindung gebracht wurde. „Hundsgemein“ sagt man, oder „Hundehitze“ oder „Hundeübel“. „Hund“ gilt in diesen Fällen auch als Verstärkung.

Zweizehenfaultiere zum Beispiel gönnen sich den Luxus, jeden Tag ungefähr 20 Stunden schlafend zu verbringen. Raubtiere wie Löwen oder Tiger schlafen immerhin mehr als 12 Stunden.

Wie lange schlafen Raubkatzen?

Tatsächlich schlafen die großen Raubkatzen etwa 13 Stunden täglich. Zwischendurch ruhen die Tiere im Schatten unter Bäumen und dösen entspannt vor sich hin.

Mein Kollege war sehr überrascht, dass Hunde bis 20 Stunden am Tag schlafen oder dösen.

Hunde können “hundemüde” sein, aber auch Tiger können durchaus “hundemüde” sein (siehe Fotos).


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