
Mit einigen Kollegen sprach ich am Funk über einen Kriminellen, der Diamantohrringe verspeiste, nur um einer möglichen Bestrafung zu entgehen.
Die Tageszeitung „Heute“ berichtete:
Dieb verspeiste Millionen-Ohrringe
„Ohne Beweise kein Prozess“ dachte sich wohl jener 32-jährige Texaner, der sich bei Tiffany’s 770.000 Euro teure Diamantohrringe vorführen ließ, dann aber plötzlich das Weite suchte. Nach kurzer Flucht wurde er auf der Autobahn angehalten. Davor dürfte er die Ohrringe verschluckt haben, wie sich beim Röntgen auf der Polizeiwache herausstellte.“
Über diesen außergewöhnlichen Diebstahl gab es auch Wortmeldungen meiner Funkkollegen. Bezeichne diese als Kollege 1, Kollege 2, Kollege 3 und Kollege 4.
Kollege 1: „Für mich kaum vorstellbar, dass es überhaupt möglich war, diese extrem teuren Diamantohrringe wie Erdnüsse zu verspeisen.“
Kollege 2: „Ich frage mich nur, wie war das überhaupt möglich. Bei der Vorführung von Diamantohrringen im Wert von 770.000 Euro müssten doch zumindest zwei Angestellte anwesend sein. Die werden doch hoffentlich keine Personalnot haben.“
Kollege 3: „Nachdem dieser Dieb unbemerkt Diamantringe entwenden konnte, musste er doch kurze Zeit unbeaufsichtigt gewesen sein. Eine Vorgangsweise, die für mich völlig unverständlich ist.“
Kollege 4: „Bin mir ziemlich sicher, wären diese Ohrringe beim Röntgen auf der Polizeiwache nicht zu sehen gewesen, hätte die Versicherung nichts bezahlt. Gehe davon aus, dass diese verspeisten Ohrringe auf ganz natürliche Weise vom Dieb wieder ausgeschieden wurden. Es ist besser, wenn jemand diese Diamantohrringe kauft, nicht unbedingt weiß, welch abenteuerlichen Weg diese schon gemacht haben. Stellt euch vor, eine sehr reiche und feine Dame trägt dann Diamantohrringe, die schon in einem Menschendarm waren. Nach der Ausscheidung und hoffentlich sehr guten Reinigung hat sie diese dann bekommen.“
Bei Wikipedia ist zu lesen:
Tiffany & Co. ist ein 1837 in New York gegründeter Juwelier aus den Vereinigten Staaten. Das Unternehmen für hochpreisigen Schmuck, Armbanduhren, Edelsteine sowie Accessoires international bekannt und verfügt über ein globales Filialnetzwerk mit über 300 Ladengeschäften. Seit 2021 ist Tiffany & Co. ein Teil der französischen LVMH Moet Hennessy – Louis Vuitton SE.
Dieser Vorfall, so könnten wir uns alle vorstellen, wird Tiffany doch eher sehr peinlich gewesen sein.