112 Schläge ins NICHTS

Wer wurde noch nie von einer Fliege belästigt? Zumindest was meine Funkkollegen betraf, gab es noch niemand, der nicht schon von einer Fliege belästigt wurde …

Jeder von uns wurde mit Sicherheit schon von diesen „Biestern“ belästigt. Allerdings möchte ich gleich hinzufügen, Fliegen sind mir wesentlich lieber als Gelsen (Stechmücken).

Die meisten Menschen können keiner Fliege etwas zuleide tun. Wenn diese „Biester“ auch noch so lästig sind, zumeist sind wir Menschen zu langsam. Solch ein Duell – Mensch gegen Fliege – wir haben kaum eine Chance. Wenn einer behauptet, er könne keiner Fliege etwas zuleide tun, dann muss das nicht unbedingt ein Beweis seiner ethischen Einzigartigkeit sein. Bei unserer „Schwerfälligkeit“ gegenüber Fliegen, haben wir es ja tatsächlich auch recht schwer.

Warum Fliegen uns Menschen so überlegen sind, hat natürlich seine Gründe.

Folgende Informationen über Fliegen stammen aus dem Internet. Da ich mich schon seit über 40 Jahren mit der Erforschung des Mikrokosmos (Insekten) beschäftige, waren mir diese Informationen nicht ganz unbekannt.

Fliegen sind „Vorzüglich“ ausgestattet, besser sogar als eine Marssonde. Die Facettenaugen ergeben einen Panoramablick über 360 Grad, ohne Schwenk. Nicht weniger als 300 Einzelbilder werden pro Sekunde erfasst. Bei uns Menschen „Zerrinnen“ schon zwanzig Bilder pro Sekunde zu einem „Film“. Auch das Zentralnervensystem einer Stubenfliege kann sich sehen lassen. Es arbeitet zehnmal so schnell wie das des Menschen. Um sich den Fluchtweg zu „Überlegen“, um danach sofort „Wegzufliegen“, benötigen diese „Quälgeister“ lediglich 200 Millisekunden.

Stubenfliegen können auch an der Zimmerdecke laufen, da ihre sechs Beine je in einem Fuß mit einem Paar zangenartiger Klauen endet, die der Haftung auf rauen Oberflächen dienen. Unter diesen Klauen befindet sich ein fleischiges so genanntes Haftläppchen aus Drüsengewebe, mit dem die Insekten sich auf glatten Oberflächen anhaften.

Jeder, der das Duell Mensch gegen Fliege doch gewonnen hat, sollte wissen, welches „Wunder der Natur“ er getötet hat.

Sowohl für meine Funkkollegen, als auch für mich, nahezu unvorstellbar, wie vorzüglich Fliegen ausgestattet sind. Besser als eine Marssonde. Facettenaugen mit Panoramablick über 360 Grad. Selbst das Zentralnervensystem arbeitet angeblich zehnmal so schnell wie das des Menschen. Unglaublich, dass sie für das „Wegfliegen“ nur 200 Millisekunden benötigen. Nach diesen Informationen überlegt man bereits, ob man solche Wunder der Natur überhaupt töten soll. Vermutlich werden wir es wieder tun.

Was sich meine Funkkollegen fragten, wie hat man diese Fähigkeiten ermittelt?

Liebe Leserinnen und Leser, sollten „Schläge wieder ins NICHTS“ gegangen sein – ihr seid mit Sicherheit nicht die Einzigen.


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