383 Bis zu 142% Preisunterschied bei Ladesäulen von E-Autos

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Mit einigen Kollegen sprach ich am Funk über enorme Preisunterschiede bei Ladesäulen von E-Autos.

Die „Kronen Zeitung“ berichtete:

Bis zu 142% Preisunterschied bei Ladesäulen von E-Autos

ÖAMTC WARNT

Bis zu fast 70 Cent je Kilowattstunde oder 142% unterscheiden sich die Kosten beim Laden des Elektro-Autos, je nachdem, wie man dort bezahlt! Das ergibt eine aktuelle Studie des ÖAMTC bei den 18 größten Ladeanbietern.

Wer seine Bankomat- oder Kreditkarte nutzt, bekommt meist einen anderen Tarif als mit einer Ladekarte. Weiters sind die Preise stark unterschiedlich, ob man Kunde des jeweiligen Betreibers der Stromtankstelle ist oder eine „Fremdkarte“ verwendet – dann gibt es Aufschläge bis 118%. In 2/3 dieser Fälle ist es günstiger, die normale Kreditkarte einzustecken. „Eine Kostenfalle,“ so ÖAMTC-Chef Ernst Kloboucnik. Er fordert daher deutlich konsumentenfreundlichere Regulierungen.

So sollte es wie beim Mobilfunk quasi Roamingvereinbarungen mit klar begrenzten Aufschlägen zwischen den Ladenetzen geben. Weiters sei wie bei den Tankstellen eine einfach erkennbare Preisauszeichnung erforderlich.

Dazu gab es auch einige Wortmeldungen meiner Funkkollegen. Bezeichne diese als Kollege 1, Kollege 2, Kollege 3 und Kollege 4.

Kollege 1: „Liebe Freunde, ihr kennt mich ja schon sehr lange und wisst, dass ich keinesfalls zu den Fans von Elektroautos zähle. Gerade diese Zeitungsmeldung über Preisunterschiede bei Ladesäulen von bis zu 142 Prozent wäre für mich noch ein weiterer Grund, mir kein E-Auto anzuschaffen. Wenn ich an die Nachteile eines E-Autos denke, den höheren Anschaffungspreis, die noch immer sehr geringen Reichweiten, die sich im Winter noch wesentlich verringern können, die Herstellung der Batterien, die noch immer recht energieintensiv zu sein scheint, wundert es mich, dass es doch Autofahrerinnen und Autofahrer gibt, die sich ein E-Auto kaufen. Auch nimmt die Kapazität der Akkus ab, wenn sie älter werden. Das wird sich auch auf den Wiederverkaufswert eines E-Autos negativ auswirken. Nicht zu vergessen, Akkus zählen bei der Entsorgung, wenn ich mich nicht irre, noch immer zum gefährlichen Sondermüll. Brennende Akkus bei E-Autos für Feuerwehren eine sehr große Herausforderung. Für viele kommt zwar der Strom noch immer aus der Steckdose. Hoffentlich haben wir davon noch genug und es ist nicht zu viel importierter Atomstrom dabei. Was ich keinesfalls vergessen möchte. Die Aufenthaltsdauer mit meinem Benziner bei der Tankstelle beträgt kaum mehr als fünf bis sieben Minuten. Davon können E-Auto-Besitzerinnen und Besitzer nur träumen.“

Kollege 2: „Du hast jetzt nur die Nachteile eines Elektroautos aufgezählt. Es gibt aber auch wesentliche Vorteile. Sie sind umweltfreundlicher im Betrieb, es gibt also keinen CO2-Ausstoß und keine Abgase beim Fahren. Auch die Unterhaltskosten sind günstiger, es gibt weniger verschleißanfällige Teile und der Ölwechsel entfällt. Der Antrieb ist sehr leise und die Beschleunigung sehr gut.“

Kollege 3: „Ich bin der Meinung, jeder soll frei entscheiden, ob er mit einem E-Auto, Benziner oder Diesel fahren möchte. Ich verhalte mich da sehr neutral und wäge die Vor- und Nachteile ab.“

Kollege 4: „Es ist zwar schon einige Jahre her, aber da wurde behauptet, dass bei der Herstellung der Akkus für E-Autos der CO2-Ausstoß angeblich so hoch sein soll wie der CO2-Ausstoß bei Benzinern, wenn diese bereits über 100.000 Kilometer gefahren sind.“

Kollege 1: „Es ist zwar schon einige Zeit her, aber da wurde auch gesagt, wenn es z. B. bei längeren Urlaubsfahrten eventuell Probleme mit der Reichweite bzw. mit ausreichenden Ladestationen geben könnte, möge man sich ein Benzinauto mieten.“

Kollege 3: „Auch ich kann mich an solch eine Meldung erinnern. Diese hat sowohl bei meiner Frau als auch bei mir nur ein Kopfschütteln ausgelöst.“

Kollege 2: „Wir haben ja auch schon bei unseren Funkertreffen mit mehreren Kolleginnen und Kollegen über das Thema E-Autos gesprochen. Es gibt durchaus einige Fans von E-Autos.“

Kollege 4: „Eines steht fest, solche Preisunterschiede gibt es bei Tankstellen für Benzin und Diesel nicht. Diese bewegen sich zwischen 5 und 10 Prozent. Bei Autobahntankstellen, das wissen wir ja alle schon seit Langem, kann es sehr wohl Preisunterschiede von 25 bis über 35 Prozent geben. Aber keine Preisunterschiede von bis zu 142 Prozent wie bei Ladesäulen für E-Autos. Somit ist die Bezeichnung Kostenfalle, wie es der ÖAMTC benennt, durchaus angebracht.“

Kollege 2: „Bleibt nur zu hoffen, dass es auch bald für E-Auto-Benutzer einfache, leicht erkennbare Preisauszeichnungen gibt.“


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