
Mit einigen Kollegen sprach ich am Funk über sehr hohe Strafen für Diebe.
Die Tageszeitung „Heute“ berichtete:
Streng: Schwammerl-Dieben drohen bis zu 30.000 Euro Strafe
Aufgrund der Witterung wird die Schwammerlsaison heuer später starten. Allerdings muss genau auf strenge Regeln geachtet werden.
Pro Person und Tag dürfen nur 2 kg gesammelt werden, bei Gruppen gilt das entsprechende Vielfache, aber höchstens 8 kg. Wer sich nicht daran hält, riskiert eine Geldstrafe von 3.630 bis 30.000 Euro. Die Höchstsumme gilt in Tirol für bandenmäßig organisierte „Pilzdiebe“, die im großen Stil gewerblich sammeln.
Dazu gab es auch einige Wortmeldungen meiner Funkkollegen. Bezeichne diese mit Kollege 1, Kollege 2, Kollege 3 und Kollege 4.
Kollege 1: „Diese Schwammerldiebe gibt es schon seit vielen Jahren. Ist somit also nichts Neues. Allerdings dass diese auch Strafen von bis zu 30.000 Euro bekommen können, überrascht mich doch.“
Kollege 2: „Habe diese Meldung der Tageszeitung Heute ebenfalls gelesen. War natürlich neugierig, wie viele Kilo gestohlener Schwammerl man schon bei diversen Schwammerldieben gefunden hat. Ich brauche euch nicht zu sagen, wo man da am besten nachsieht. Natürlich im Internet. Und nun höret und staunet, die Polizei in Kärnten hat drei italienische Sammler gestoppt, welche 66 Kilo Steinpilze im Kofferraum hatten.“
Kollege 3: „Dafür hätten sie doch so einige Euro verdient, wenn sie die Polizei nicht geschnappt hätte. Vor allem, wenn man bedenkt, dass für ein Kilo in Supermärkten sehr hohe Geldbeträge kassiert werden.“
Kollege 2: „Diese Weisheit habe ich auch aus dem Internet. Die Kilopreise können sich zwischen 25 und 75 Euro bewegen.“
Kollege 4: „Somit finde ich die Strafen von 30.000 Euro für ganz böse Schwammerldiebe noch günstig. Vor einiger Zeit sprachen wir doch auch über die sehr hohe Bestrafung von Wespenmördern. Bei Tötung von Wespen drohen bis zu 50.000 Euro Strafe.“
Kollege 1: „Was mich interessiert hätte, ist, welche Strafe die drei italienischen Sammler, welche die 66 Kilo Steinpilze im Kofferraum hatten, bekommen haben.“
Kollege 2: „Was ich jetzt sage, müsst ihr nicht ganz ernst nehmen. Wenn ein Schwammerldieb mit einer sehr großen Beute von Steinpilzen erwischt wird, so braucht er, wenn er sofort bezahlt, statt 30.000 Euro nur 28.000 Euro zu bezahlen.“
Kollege 3: „Wird aber kaum vorkommen, denn wer geht schon mit 28.000 Euro im Wald auf Schwammerlsuche?“