363 Regelirrsinn an den Stränden

Mit einigen Kollegen sprach ich am Funk über einen wahren „Regelirrsinn“.

Von Handtuch bis Sex – oe24 liefert einen Überblick, was jetzt alles wo beim Badespaß im Meer verboten ist.

Italien: Handtücher nicht erlaubt

Sardinien schützt jedes Sandkorn. Auf ganz Sardinien ist es Urlaubern verboten, Muscheln oder Sand vom Strand mitzunehmen. Am Traumstrand Spiaggia della Pelosa an der Nordwestküste sind sogar Handtücher verboten. Außerdem wird kontrolliert, ob man sich die Füße wäscht, bevor man La Pelosa verlässt.

Zugang am Strand nur mit QR-Code

Eingangskontrollen. Am Strand La Pelosa bei Stintino auf Sardinien sind bis Mitte Oktober täglich höchstens 1.500 Besucher zugelassen. Der Zugang ist nur nach vorheriger Online-Buchung und mit QR-Code möglich. Der Eintritt kostet 3,50 Euro, Kinder unter zwölf Jahren haben freien Zugang. Weitere Strände mit Zugangsbeschränkungen auf Sardinien sind Rena Bianca in Santa Teresa Gallura, Cala Brandinchi bei San Teodoro und Cala Goloritzé bei Baunei.

An der Baia del Silenzio in Sestri Levante in Ligurien dürfen sich maximal 450 Menschen am Strand aufhalten. Der Zugang wird über kontrollierte Eingänge überwacht.

Wo Rauchen am Strand verboten ist

Qualmen. An rund 600 Stränden Spaniens gilt: Rauchen verboten. Auch in Frankreich setzt man auf rauchfreie Strände, ein Verstoß kostet hier 135 Euro. In Italien haben zahlreiche Küstenorte ein Tschickverbot eingeführt. Auch in der Türkei sollen die Strände rauchfrei bleiben.

Spanien: Strafen für Sex “on the Beach”

Sitten. Das öffentliche Liebesspiel am Strand kann in Spanien teuer werden. Hier drohen in der Regel zwischen 100 und 600 Euro Bußgeld, stellenweise bis zu 3.000 Euro.

Und im spanischen Vigo an der Atlantikküste kostet das Urinieren am Strand oder im Meer bis zu 750 Euro. Ähnliche Vorschriften gelten auch in Marbella und Málaga.

Griechenland: Keine Musik auf 251 Stränden

Griechenland hat 251 Strände, wie etwa auf Kreta, als besonders geschützt ausgewiesen. An diesen Stränden sind motorisierte Fahrzeuge, laute Musik, Veranstaltungen mit mehr als zehn Personen, Liegen, Sonnenschirme, Tische und kommerzielle Aktivitäten verboten. Die Einhaltung wird per Drohne überwacht. Verstöße kosten bis zu 60.000 Euro Bußgeld.

Dazu gab es viele, teilweise auch unschöne Wortmeldungen meiner Funkkollegen. Bringe hier nur die schöneren. Bezeichne diese als Kollege 1, Kollege 2, Kollege 3 und Kollege 4.

Kollege 1: „Es ist ja kaum zu glauben, dass es solche Regeln, die Bezeichnung Regelirrsinn ist keinesfalls übertrieben, überhaupt gibt.“

Kollege 2: „Natürlich müssen sich Strandbenützer an gewisse Regeln halten, falls diese nicht eingehalten werden, ist sicherlich auch eine Bestrafung durchaus gerechtfertigt. Allerdings eine Bestrafung mit Augenmaß. Was die Höhe betrifft, finde ich das, wie vermutlich auch ihr, irrsinnig.“

Kollege 3: „Weil du von irrsinnig sprichst. Da gibt es folgenden Witz. Ein Mann steigt aus der Straßenbahn und wirft seinen Fahrschein, den er nun nicht mehr benötigt, auf den Boden. Das sieht ein Polizist und bestraft diesen Mann. Er kassiert für dieses Vergehen 80 Euro. Der doch etwas verwunderte Mann, schon über die Höhe der Strafe, bezahlt brav. Der Polizist gibt ihm eine Zahlungsbestätigung. Der Mann fragt, was soll ich damit. Der Polizist antwortet, die können sie wegwerfen. Es ist zwar nur ein Witz, aber auch 80 Euro für solch ein Vergehen ist viel zu hoch. Genau das passiert aber derzeit, das ist kein Witz, an vielen Stränden.“

Kollege 4: „Das öffentliche Liebesspiel am Strand in Spanien kann angeblich stellenweise bis zu 3.000 Euro kosten. Sehr hoch, aber noch verständlich. Was allerdings die Bestrafungen in Griechenland betrifft, sind für mich unvorstellbar. Könnte mir durchaus vorstellen, dass es gar nicht so wenige Urlauber geben wird, welche auf griechische Strände pfeifen. Hätte beinahe ein viel schlimmeres Wort gebraucht. Nicht das Wort, sondern die Verrichtung wird sicherlich noch höher bestraft werden. Vermutlich noch weit höher, als einige Verstöße, die ohnehin schon mit 60.000 Euro bestraft werden.“

Kollege 1: „Da ich ja kaum annehme, dass oe24 diese Meldungen erfunden hat, soll es einen Strand in Ligurien geben, da dürfen sich maximal 450 Menschen am Strand aufhalten. Vielleich ist man in Ligurien im Sommer 2027 froh, wenn sich dort noch 50 Menschen am Strand aufhalten.“

Kollege 2: „Bei uns am Funk gab es fallweise schon diesen Ausspruch. Mitdenken ist erlaubt. Diese Irrsinnsregeln wurden sicherlich von Menschen erstellt, die vermutlich auch mit Gehirnen ausgestattet sind, oder vielleicht doch nicht?“

Kollege 3: „Bleibt nur zu hoffen, dass alle Menschen, trotz dieser Irrsinnsregeln, einen schönen und erholsamen Urlaub an ihren Lieblingsstränden verbringen dürfen.“


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