
Mit einigen Kollegen sprach ich am Funk über einen unglaublichen Vorfall.
Die Tageszeitung „Heute“ berichtete:
Kurz nach Mitternacht ging bei der Polizei von Scottsbluff (Nebraska, USA) ein Notruf ein: An einer Tankstelle wurde eine Frau angeschossen. Die Fahndung nach dem mutmaßlichen Schützen führte rasch zu einem Auto auf dem Parkplatz. Der einzige Insasse: ein Hund! Er dürfte beim Herumtollen auf der Rückbank versehentlich den Abzug einer Schrotflinte ausgelöst haben. Eine Kugel traf den Arm einer Autofahrerin, die in der Folge im Krankenhaus behandelt werden musste. Der Waffenbesitzer wurde angezeigt.
Dazu gab es auch einige Wortmeldungen meiner Funkkollegen. Bezeichne diese als Kollege 1, Kollege 2, Kollege 3 und Kollege 4.
Kollege 1: „Tatsächlich ein unglaublicher Vorfall. Wer kommt schon auf die Idee, dass ein Hund einen Menschen anschießen könnte.“
Kollege 2: „Solche unglaubliche Ereignisse werden weltweit vermutlich nur sehr selten vorkommen. Es hätte noch viel schlimmer ausgehen können, wenn diese Frau durch diesen Schuss getötet worden wäre.“
Kollege 3: „War auch sicherlich unverantwortlich, dass der Waffenbesitzer dieser Schrotflinte, diese ungesichert in unmittelbarer Nähe des Hundes abgelegt hat.“
Kollege 4: „Weil es mich sehr interessiert hat, ob solche Ereignisse weltweit wirklich so selten vorkommen, möchte ich euch diese Information aus dem Internet vorlesen. Habe nicht nur mein Funkgerät, sondern auch meinen Laptop vor mir stehen. Beginne also mit der Information aus dem Internet. Solche Vorfälle sind weitaus häufiger, als man vermutet, und allein in den USA registrieren Organisationen wie die GVPedia im Schnitt etwa ein bis zwei Fälle pro Jahr. Über das letzte Jahrhundert hinweg lassen sich weltweit dutzende, historisch wahrscheinlich sogar hunderte solcher Missgeschicke dokumentieren, da ungesicherte Jagdwaffen und herumtollende Hunde ein wiederkehrendes Risiko darstellen. Statistische Häufigkeit. Da internationale Behörden Schüsse durch Haustiere nicht als eigene Kategorie erfassen, sondern unter unabsichtliche fahrlässige Schussabgabelisten, gibt es keine weltweite Gesamtzahl. Dennoch existieren für die USA verlässliche Auswertungen von Forschungsnetzwerken. Der Zeitraum 2014 bis 2025. Die US-Datenbank verzeichnete in dieser Dekade mindestens 23 Vorfälle, bei denen ein Hund einen Menschen mit einer Schusswaffe verletzte oder tötete. Bei diesen 23 Vorfällen starben zwei Menschen. Kuriose Relation, die US-Sicherheitsinitiative zeigt in Berichten auf, dass in manchen Jahren in den USA statistisch mehr Menschen unabsichtlich von Hunden angeschossen werden, als Amokläufe von einem guten Bürger mit Waffe gestoppt werden.“
Kollege 2: „Da bin ich mit meiner Vermutung, dass solche Ereignisse weltweit nur sehr selten vorkommen, doch etwas falsch gelegen.“