
Mit einigen Kollegen sprach ich am Funk über einen Skandal bei tierischem Beauty-Contest.
Die Tageszeitung „Heute“ berichtete:
In den Golf-Staaten war Reichtum über Jahrhunderte an der Zahl der Kamele erkennbar. Aus manchen Viehmärkten entwickelten sich aber richtige Schönheitswettbewerbe – mit Preisgeldern in Millionenhöhe. Kein Wunder, dass da auch getrickst wird. Bei einem Bewerb im Oman wurden nun 20 Kamele ausgeschlossen, weil Tierärzte aufgespritzte Lippen, Silikon-Implantate und Botox-Einsatz festgestellt haben. Auch Nasen-OPs und Doping mit Hormonen wurden beanstandet. Nicht der erste Fall: 2018 wurden ein Dutzend Tiere vom „Super-Bowl“ der Kamelschau in Saudi-Arabien disqualifiziert. Dort ging es um unglaubliche 66 Millionen Dollar.
Dazu gab es auch einige Wortmeldungen meiner Funkkollegen. Bezeichne diese als Kollege 1, Kollege 2, Kollege 3 und Kollege 4.
Kollege 1: „Wir sprachen am Funk ja schon sehr oft über recht ungewöhnliche Dinge und Ereignisse. Dieser Skandal bei diesem tierischen Beauty-Contest gehört mit Sicherheit zu den ungewöhnlichen Ereignissen.“
Kollege 2: „Ist aber wieder ein Beweis dafür, wenn es ums liebe Geld geht, in diesem Fall um sehr viel Geld, dass man Dinge anwendet, die für uns alle unverständlich sind. Hätte niemals gedacht, dass Kamele gebotoxt werden.“
Kollege 3: „Für mich unvorstellbar, dass man einigen Kamelen die Lippen aufgespritzt hat, sogar Silikon-Implantate festgestellt hat, auch Nasenoperationen wurden gemacht.“
Kollege 4: „Vor einigen Wochen wusste ich nicht, was gebotoxt überhaupt ist. Habe aber damals gelesen, dass man das z. B. zur Faltenglättung von Stirnfalten, Mimikfalten und auch Krähenfüßen verwendet. Auch für mich völlige unverständlich, dass man das auch bei den Kamelen einsetzt.“
Kollege 2: „Bleibt nur zu hoffen, dass jene Kamele, welche gebotoxt wurden, nicht all zu große Schmerzen erleiden mussten. Erfreulich ist eigentlich nur, dass es zu Disqualifizierungen kam. Ob die Besitzer dieser Kamele daraus gelernt haben, dass diese in Zukunft nicht mehr gebotoxt werden dürfen, ist ungewiss. Zumindest war das nicht der erste Fall.“
Für alle Leserinnen und Leser, die etwas mehr über „gebotoxt“ wissen wollen, diese Information stammt aus dem Internet:
Der Begriff „gebotoxt“ beschreibt eine Person, die sich einer Behandlung mit Botulinumtoxin (kurz Botox) unterzogen hat.
Dabei wird das Nervengift in geringen Dosen in bestimmte Muskeln gespritzt, um diese vorübergehend zu lähmen oder zu entspannen.
Warum macht man das?
Faltenglättung: Es wird meist in der ästhetischen Medizin genutzt, um Mimikfalten wie Zornesfalten, Stirnfalten oder Krähenfüße zu glätten.
Prävention: Viele nutzen es frühzeitig, damit sich tiefe Falten gar nicht erst bilden.
Medizinische Gründe: Botox hilft auch bei neurologischen Erkrankungen, chronischer Migräne, übermäßigem Schwitzen (Hyperhidrose) oder Zähneknirschen.