
Mit einigen Kollegen sprach ich am Funk über ein erschütterndes Drama.
GMX – News > Panorama – folgende Meldung:
Hund beißt Mann – und frisst ihn bei lebendigem Leib
Besitzer muss 12 Jahre in Haft
Untersuchungen hätten ergeben, dass der XL-Bully Toretto bereits angefangen hatte, den Mann bei lebendigem Leib zu fressen, berichtet die Nachrichtenagentur PA. © dpa / Cheshire Police/PA Wire
Ein alter Mann kehrt abends von einem Pub nach Hause zurück, als ihn in einer Einfahrt ein Hund angreift. Der Besitzer muss nun für viele Jahre ins Gefängnis – die Details des Falls sind erschütternd.
Der Besitzer eines XL-Bully-Hundes ist zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil das Tier einen 84 Jahre alten Mann in Nordwestengland zu Tode gebissen hat. Der angegriffene Mann sei im Februar 2025 abends auf dem Heimweg von einem Pub in der Einfahrt eines Hauses von dem Hund attackiert worden, wie die britische Nachrichtenagentur PA mit Verweis auf Gerichtsangaben berichtete. Der Mann sei seinen Verletzungen schließlich einen Monat nach dem Angriff erlegen.
Vor Gericht sei von “katastrophalen Gesichtsverletzungen” die Rede gewesen. Der Angriff habe 45 Minuten gedauert. Währenddessen sei das Opfer die ganze Zeit bei Bewusstsein gewesen und habe unerträgliche Schmerzen erlitten. Bewaffnete Polizisten erschossen den 46 Kilogramm schweren Hund namens “Toretto” mit zehn Schüssen, schreibt PA. Später hätten Untersuchungen ergeben, dass Toretto bereits angefangen hatte, den Mann bei lebendigem Leib zu fressen.
XL-Bullies in Großbritannien verboten
Der 31-jährige Angeklagte wurde für schuldig befunden, Halter eines gefährlich außer Kontrolle geratenen Hundes gewesen zu sein. Ein “Katalog von Versäumnissen” habe zu dem Angriff geführt. So sei der Hund nur unzureichend – auf einer Terrasse durch ein Tor mit einem Riegel – gesichert gewesen. Der Hundebesitzer bekannte sich schuldig, einen XL-Bully ohne Ausnahmegenehmigung gehalten zu haben. Seit Februar 2024 ist in Großbritannien die Haltung von XL-Bullies untersagt, es sei denn, sie waren bereits vor dem Inkrafttreten des Verbots registriert.
Dazu gab es auch einige Wortmeldungen meiner Funkkollegen. Bezeichne diese als Kollege 1, Kollege 2, Kollege 3 und Kollege 4.
Kollege 1: „Kaum vorstellbar, dass dieses Drama 45 Minuten gedauert hat. Dieser Hund wurde zwar von der Polizei erschossen, dennoch für mich unerklärlich, dass es so lange gedauert hat, bis man diesen Hund erschossen hat.“
Kollege 2: „Vor allem war das Opfer die ganze Zeit bei Bewusstsein. Welch unerträgliche Schmerzen musste dieser alte Mann erleiden.“
Kollege 3: „Sicherlich gab es da einige Versäumnisse, auf alle Fälle war dieser Hund unzureichend gesichert. Was nützt es, dass sich der Hundebesitzer schuldig bekannt hat, dass er diesen Bully ohne Ausnahmegenehmigung gehalten hat. Die unerträglichen Schmerzen, welche das bedauernswerte Opfer zu ertragen hatte, kann man nicht mehr ungeschehen machen.“
Kollege 4: „Spätere Untersuchungen sollen ja sogar ergeben haben, dass dieser Hund ja bereits begonnen hat, den Mann bei lebendigem Leib zu fressen. Es gibt Millionen von Hunden und auch viele tausende XL-Bullies, aber solche furchtbaren Vorfälle zum Glück nur ganz selten.“
Kollege 1: „Der Besitzer dieses Hundes wurde zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt. Vielleicht erscheint so manchen die Bestrafung recht hoch, da ja keine Vorsätzlichkeit vorlag. Es war also eine fahrlässige Tötung.“
Kollege 2: „Wenn der Besitzer eines XL-Bullie die Kontrolle über das Tier verliert und dieses noch unzureichend gesichert ist, kann ein Tiger kaum gefährlicher sein.“
Kollege 4: „Weil es mich interessiert hat, wie viele Hunde im Jahr 2025 ungefähr Menschen getötet haben und wie viele Tiger, habe ich im Internet nachgesehen. Im Jahr 2025 wurden weltweit schätzungsweise 50 bis 100 Menschen durch Tiger getötet, während die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Hunden mit etwa 30.000 bis 70.000 um ein Vielfaches höher liegt. Dabei gibt es jedoch einen wichtigen Unterschied in der Art der Todesfälle. Während Tiger Menschen meist direkt durch Angriffe töten, sterben bei Hunden die allermeisten Opfer an den Folgen einer Tollwut nach einem Biss.“