
Mit einigen Kollegen sprach ich am Funk über einen besonderen Helden.
Die Tageszeitung „Heute“ berichtete:
„Übermenschlich nennen Seenotretter, was der 13-jährige Austin in Quindalup Beach (Australien) vollbracht hat! Er war mir seiner Mutter Joanne (47) und zwei Geschwistern (8, 12) mit einem Kajak und Stand-up-Paddels im Meer, als sie vom Wind abgetrieben wurden. Die raue See ließ das Boot volllaufen. Da beschloss Austin, Hilfe zu holen. „Ich wusste, dass er der Stärkste war und es schaffen könnte“, erklärte die Mutter später „die schwierigste Entscheidung ihres Lebens, während sie seine Geschwister über Wasser hielt.
Als Austin nach vier Stunden den Strand erreichte, war es bereits finster. Völlig erschöpft lief er zwei Kilometer zum nächsten Telefon, brach bewusstlos zusammen. Um 20.30 Uhr fand ein Hubschrauber die unterkühlte Familie – 14 Kilometer vor der Küste: Rettung in letzter Sekunde.
Dazu gab es auch einige Wortmeldungen meiner Funkkollegen. Bezeichne diese als Kollege 1, Kollege 2, Kollege 3 und Kollege 4.
Kollege 1: „Für mich nahezu unvorstellbar, dass Austin 4 Stunden geschwommen ist, um Hilfe zu holen.“
Kollege 2: „Ein Hubschrauber konnte zum Glück die unterkühlte Familie doch noch retten. Hätte auch nicht gedacht, dass der 13-jährige Austin überhaupt 14 Kilometer schwimmen kann.“
Kollege 3: „Es war für die Mutter sicherlich die schwierigste Entscheidung ihres Lebens, als sie ihren Sohn um Hilfe schickte.“
Kollege 4: „Auf alle Fälle ist Austin ein großer Held. Ohne seine Heldentat hätte die Familie mit großer Sicherheit nicht überlebt.“
Kollege 1: „Habe noch kurz im Internet nachgesehen, wie lange und wie weit Männer und Frauen, bereits nach einer gewissen Grundtechnik, schwimmen können. Mit ein bisschen Training sollte man in einer Dreiviertelstunde schon auf 2.000 Meter kommen. Übermenschliches hat Austin geleistet.“
Kollege 3: „In der Zeitungsmeldung steht auch, dass die Mutter die Geschwister von Austin über Wasser hielt. Auch ich machte noch einen Blick ins Internet, da ich mir nicht vorstellen konnte, wie man seine Geschwister so lange über Wasser halten konnte. Alle hatten Schwimmwesten.“