
Mit einigen Kollegen sprach ich am Funk über eine ungewöhnliche Messer-Attacke.
Die Tageszeitung oe24 berichtete:
Nächste Messer-Attacke eines Afghanen in Wien
Wien. Wie die Polizei berichtet, war es in einer Unterkunft im 20. Bezirk zu einer schweren Körperverletzung gekommen: Dabei soll ein 26-jähriger WG-Bewohner aus Afghanistan seinen Mitbewohner (27) und Landsmann im Zuge eines Streits mit einem Messer attackiert und ihm dabei Schnittverletzungen an einer Hand zugefügt haben.
Das Motiv: Der Jüngere soll bei der religiösen Ausübung nicht korrekt vorgegangen sein, sprich: falsch gebetet haben. Das Opfer flüchtete auf die Straße und verständigte dort die Polizei.
Der wegen schwerer Körperverletzung schon einmal zu einer Haftstrafe verurteilte 26-Jährige befindet sich in polizeilichem Gewahrsam.
Dazu gab es auch einige Wortmeldungen meiner Funkkollegen. Bezeichne diese mit Kollegen 1, Kollegen 2, Kollegen 3 und Kollegen 4.
Kollege 1: „Mag durchaus sein, dass der Jüngere falsch gebetet hat, dass kann aber doch keinesfalls so weit gehen, dass der Ältere ihm mit einem Messer attackiert und in die Hand sticht.“
Kollege 2: „Dabei kann er ja froh sein, dass er nur falsch gebetet hat, und nur in die Hand gestochen wurde. Hätte er, aus welchem Grund auch immer, den 26-jährigen WG-Bewohner beschimpft, hätte er womöglich einen Stich in den Bauch bekommen.“
Kollege 3: „Diese kriminelle Aktion ist sicherlich Wasser auf den Mühlen von Rassisten und Asylantenhassern.“
Kollege 4: „Wie unser Henry schon öfter am Funk gesagt hat, man darf nicht alle in einen Topf werfen. Es wird sicherlich viele Asylanten geben, mit denen es keinerlei Probleme gibt. Leider werden aber auch die, durch viele kriminelle Taten anderer, die sich nicht an unsere Gesetze halten, in diesen einen Topf geworfen.“
Kollege 3: „Es gibt kriminelle Österreicher, die schon viele Jahre in Österreich leben und teilweise auch schon in Gefängnissen waren, oder noch sind. Allerdings gibt es weit mehr kriminelle Ausländer, die sich bereits in unseren Gefängnissen befinden.“