266 Papagei verpetzte Drogenhändlerring

Vor einiger Zeit sprach ich mit Kollegen am Funk über einige ganz besondere Unglaublichkeiten.

Die Kronenzeitung berichtete:

England. Als Vogel „Mango“ sprach, nahm die Polizei gleich 14 Dealer fest

Es waren harmlose drei Worte eines Papageis, die einer Drogenbande im britischen Blackpool zum Verhängnis wurden. Denn: „Mango“ war von der Freundin des Bandenchefs Adam Garnett darauf trainiert worden, vor laufender Handykamera Drogen anzubieten. So krächzte der Vogel „Zwei für 25!“, also zwei Einheiten Drogen für 25 Pfund – eine Phrase unter Dealern. Bei einer Razzia stieß die Polizei auf die Videos und damit auf ein weit verzweigtes Netzwerk der Drogendealer. Garnett, der vom Gefängnis aus mit Heroin, Kokain, Ketamin und Cannabis dealte, kommunizierte per Smartphone und WLAN-Router mit 14 Komplizen. Die Ermittler fanden bei seiner Freundin Shannon große Mengen Drogen, Bargeld und weitere belastende Aufnahmen. Besonders dumm: Sie hatte sämtliche Infos auf Video festgehalten, von den Drogen-Angeboten bis hin zu Videogesprächen mit Garnett.

Auch auf den beschlagnahmten Handys der festgenommenen Komplizen waren Videos und Fotos gespeichert, auf denen die Mitglieder der Bande mit Geld und ihren Geschäften prahlten.

Bilanz: 103 Jahre Haft für die Bande – allein Garnett muss nach seiner aktuellen 15-jährigen Gefängnisstrafe noch weitere 19 Jahre absitzen.

Kollege 1: „Es ist ja nahezu unglaublich, dass durch das verräterische Gekrächze eines Papageis gleich 14 Dealer durch die Polizei festgenommen werden konnten.“

Kollege 2: „Für mich ist aber auch völlig  unglaublich, dass ein Dealer, der bereits im Gefängnis sitzt, mit seinen Komplizen ungehindert kommunizieren kann.“

Kollege 3: „Wie ist es überhaupt möglich, dass ein Dealer im Gefängnis zu einem Smartphone und WLAN-Router kommt.“

Kollege 4: „Ein Skandal, dass so etwas überhaupt in Gefängnissen in England passieren kann.“

Kollege 2: „Könnte mir durchaus vorstellen, dass man in diesem Gefängnis sehr genaue Untersuchungen einleiten wird, wer für diese, sage es ganz offen, Schweinerei verantwortlich ist. Gibt es dort keine genauen Kontrollen.“

Kollege 1: „Somit schrieb die Kronenzeitung eigentlich über drei Unglaublichkeiten. Den Papagei der den Drogenhändlerring verpetzte. Das Gefängnis, in dem ein Drogendealer, anscheinend problemlos, mit Smartphone und WLAN-Router mit 14 Komplizen kommunizieren konnte. Die gesamte Bande, die eigentlich blöder ist, als die Polizei erlaubt. Sämtliche Infos auf Video festgehalten, Drogenangebote und Videogespräche. Auf den beschlagnahmten Handys waren Videos und Fotos gespeichert, auf denen man prahlte, mit Geld und ihren Geschäften.“

Kollege 3: „Wir sprachen schon sehr oft am Funk über Unglaublichkeiten, allerdings drei in nur einer Zeitungsmeldung gab es noch nie.“


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