254 Das Ende der Menschheit?

Mit einigen Kollegen sprach ich am Funk über das Thema: „Das Ende der Menschheit“.

Die Kronenzeitung berichtete (bringe nur einige Ausschnitte dieses sehr ausführlichen Berichts – zu umfangreich):

KI – Werk­zeug oder das Ende der Mensch­heit?

Führt künst­li­che Intel­li­genz ins Ver­der­ben? Ja, meint einer der KI-Pio­niere. Ein Experte aus Wien sieht den Umbruch dage­gen als Chance.

Kronen Zeitung

M. Perry, St. Stein­kog­ler

18 Dez. 2025

Sili­con Val­ley liebt Visio­nen. Doch was der­zeit aus den Chef­eta­gen der Tech-Gigan­ten dringt, klingt weni­ger nach Fort­schritt als nach End­zeit­film. Vier-Tage­ Wo­che? Über­holt. Arbeit für alle? Illu­sion. Die Bot­schaft der KI-Elite ist bru­tal ehr­lich: Der Mensch wird über­flüs­sig.

Nvi­dia-Boss Jen­sen Huang glaubt noch an eine sanfte Revo­lu­tion. Jeder Job werde sich ver­än­dern, sagt er. Pro­duk­ti­vi­tät explo­diere, Frei­zeit werde mehr. Bill Gates geht wei­ter: Für „die mei­sten Dinge“ brau­che es bald keine Men­schen mehr. Und Elon Musk legt noch eine Schippe drauf – in weni­ger als 20 Jah­ren müsse prak­tisch nie­mand mehr arbei­ten.

Nobel­preis­trä­ger: „Viel schnel­ler als erwar­tet“

Wäh­rend Mil­li­ar­däre von einer sor­gen­freien Zukunft schwär­men, zieht Geoffrey Hin­ton, Nobel­preis­trä­ger und KI-Pio­nier, die Not­bremse. Immer­hin einer der Män­ner, die KI über­haupt erst mög­lich gemacht haben. Sein Urteil ist ein Schock.

„Die Ent­wick­lung läuft viel schnel­ler, als ich je erwar­tet hätte“, sagt Hin­ton. Und nennt eine Zahl, die hän­gen bleibt: 10 bis 20 Pro­zent Wahr­schein­lich­keit, dass KI die Mensch­heit in den näch­sten 30 Jah­ren aus­löscht.

Hin­ton ver­gleicht die Zukunft mit einem Alb­traum aus dem Kin­der­gar­ten. „Stel­len Sie sich vor, Sie sind mit einem Drei­jäh­ri­gen im Raum“, sagt er. „Wir wer­den die Drei­jäh­ri­gen sein.“ Noch nie habe eine weniger intelligente Spezies eine intelligentere kontrolliert.

Men­schen werden bald für die mei­sten Sachen nicht mehr benö­tigt. Nur drei Berufe – Pro­gram­mie­rer, Ener­gie­ex­per­ten und Bio­lo­gen – wer­den künf­tig noch gebraucht.

Wäh­rend Poli­tik und Wirt­schaft – vor allem in Europa – über Ethik-Leit­li­nien dis­ku­tie­ren, rollt die näch­ste Welle an. KI schreibt Texte, pro­gram­miert Soft­ware, ana­ly­siert Ver­träge, dia­gno­sti­ziert Krank­hei­ten. Jobs ste­hen auf der Abschus­sli­ste.

Was pas­siert, wenn Mil­lio­nen Men­schen gleich­zei­tig nicht mehr gebraucht wer­den? Die Tech-Kon­zerne haben Ant­wor­ten: Inno­va­tion, Umschu­lung, neue Jobs. Doch Hin­ton winkt ab. Die Geschwin­dig­keit sei das Pro­blem. Es gebe keinen histo­ri­schen Ver­gleich. Berufs­fel­der könn­ten ver­schwin­den, bevor Gesell­schaf­ten fähig sind, zu rea­gie­ren. Hin­ton warnt ein­dring­lich davor, die Ent­wick­lung dem Markt zu über­las­sen: „Die unsicht­bare Hand wird uns nicht schüt­zen. “Kon­zerne stün­den unter Druck, schnel­ler, bes­ser, mäch­ti­ger zu wer­den. Sicher­heit koste Zeit. Und Zeit koste Geld.

Eduard Prinz, Geschäftsführer der Wiener KI-Start Ups 21base behauptet: Wir werden keine Massenarbeitslosigkeit erleben, eher eine große Umschulung der Arbeitswelt. Wer gegen KI arbeitet, wird es aber schwer haben.

Dazu gab es auch einige Wortmeldungen meiner Funkkollegen. Bezeichne diese als Kollege 1, Kollege 2, Kollege 3 und Kollege 4.

Kollege 1: „Gar manche, die diesen Bericht lesen, werden ein mulmiges Gefühl bekommen. Was passiert tatsächlich, wenn Millionen von Menschen nicht mehr gebraucht werden. Wo finden diese dann noch einen Arbeitsplatz?“

Kollege 2: „Es ist ja tatsächlich unvorstellbar, dass man Menschen für viele Sachen angeblich nicht mehr benötigt. Es sollen dann nur noch Programmierer, Energieexperten und Biologen gebraucht werden.“

Kollege 3: „Wie viele Menschen wird es dann geben, die für diese Berufe völlig ungeeignet sind?

Kollege 4: „Werden wir dann von der KI beherrscht? KI soll Texte schreiben, Software programmieren, Verträge analysieren und sogar Krankheiten diagnostizieren.“

Kollege 3: „Herr Hinton behauptet, noch nie habe eine weniger intelligente Spezies eine intelligentere kontrolliert. Ich finde, dass es im täglichen Leben durchaus schon vorgekommen ist, dass eine weniger intelligente Spezies eine intelligentere kontrollierte. Wienerisch würde ich sagen, blöde Menschen haben sicherlich schon öfter klügere Menschen kontrolliert.“

Kollege 4: „Elon Musk behauptet, in weniger als 20 Jahren müsse praktisch niemand mehr arbeiten. Ob das so erstrebenswert ist, wage ich zu bezweifeln. Denke nicht, dass Herr Musk schon heute weiß, was in 20 Jahren sein wird.“

Kollege 1: „Herr Prinz behauptet, wer gegen KI arbeitet, wird es schwer haben. Stellt sich nur die Frage, und wer für KI arbeitet, der hat es dann leichter?“

Kollege 2: „10 bis 20 Pro­zent Wahr­schein­lich­keit, dass KI die Mensch­heit in den näch­sten 30 Jah­ren aus­löscht. Hoffentlich gibt es noch ein Licht am Ende des Tunnels. Liebe Freunde, um ganz ehrlich zu sein, mir wäre es wesentlich lieber, es würde KI gar nicht geben.“


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