248 Für Babynamen-Tipp kassiert sie 30.000 $

Mit einigen Kollegen sprach ich am Funk über eine Dame, die Unsummen kassiert.

Die Tageszeitung „Heute“ berichtete:

Kalifornierin arbeitet als „Namensberaterin“

Für Babynamen-Tipp kassiert sie 30.000 $

Die Suche nach dem „richtigen“ Babynamen kann ganz schön schwierig sein. Familientradition, Trends, Karrierechancen – all diese Überlegungen spielen eine Rolle. Wo, wenn nicht in Kalifornien, könnte daraus eine Geschäftsidee geboren werden? In San Francisco bietet Taylor A. Humphreys den vielen Topverdienern des Silicon Valley ihre Dienste als „Baby-Namensberaterin“ an. Auf Instagram gewährt sie Einblicke in die teils skurrilen Anfragen: „Der Name sollte kraftvoll klingen, wenn er über eine Jacht gerufen wird“, heißt es da etwa. Im Schnitt 1.500 Dollar verdient die 37-Jähige pro Kunde. Von einer Namensliste um 200 Dollar über ein „VIP-Paket“ mit Ahnenforschung bis hin zu einer „Baby Name Branding“ – Kampagne um 30.000 Dollar, um das „Markenpotenzial“ des Kindes voll auszuschöpfen, deckt sie alle Preissegmente ab – und schlichtet damit auch so manche Streitereien unter werdenden Eltern.

Dazu gab es auch einige Wortmeldungen meiner Funkkollegen. Bezeichne diese als Kollege 1, Kollege 2, Kollege 3 und Kollege 4.

Kollege 1: „Was mich immer wieder überrascht, dass es doch recht viele unglaubliche Dinge gibt. Diese Dame mit den Babynamen-Tipps zu Höchstpreisen zählt da auf alle Fälle dazu.“

Kollege 2: „Was diese Kalifornierin für diese Tipps verlangt, ist ja ein Irrsinn. Bin mir sicher, dass da schon einige zum Affen gemacht wurden.“

Kollege 3: „Wer für Babynamen-Tipps solche Unsummen bezahlt, wurde nicht zum Affen gemacht, er zählte bereits zu ihnen.“

Kollege 4: „Es ist ja nur gut, dass da anscheinend zum überwiegenden Teil nur Topverdiener zur Kasse gebeten werden.“

Kollege 1: „Man kann dieser Dame aus Kalifornien vermutlich auch keine Ungesetzlichkeiten vorwerfen. Außerdem kommen ja z. B. werdende Eltern zu ihr, um ihre Dienste als Namensberaterin in Anspruch zu nehmen.“

Kollege 2: „Allerdings muss man doch so ehrlich sein, wer bezahlt nicht gerne 30.000 Dollar, wenn die Dame aus Kalifornien es schafft, manche Streitereien unter werdenden Eltern zu schlichten.“

Kollege 1: „Vielleicht soll man nicht vergessen, es gibt auch viele Eltern, die ihren Kindern Vornamen verpassen, mit denen diese lebenslänglich keine Freude haben. Als kleines Beispiel. Eine gute Bekannte von mir erhielt von ihren Eltern einen Vornamen, mit dem sie keinesfalls glücklich ist. Sie hat den Vornamen Hermenegildis. Diesen Vornamen fand ich auch im Internet nicht. Allerdings fand ich den Namen Hermenegild. Hermenegild war ein westgotischer Königssohn. In der katholischen Kirche wird er als Märtyrer verehrt.“

Kollege 3: „Möchte euch nur mitteilen, wer beliebte oder auch ausgefallene Vornamen sucht, um 16 Euro gibt es darüber ein Taschenbuch.“


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