
Mit einigen Kollegen sprach ich am Funk über eine sehr ungewöhnliche Kreuzfahrt.
Die Tageszeitung „Heute“ berichtete:
Bei dieser Kreuzfahrt fahren nur Nackte mit
2.400 FKK-Fans mit wenig Gepäck an Bord
Sie ziehen in die Welt hinaus – um sich auszuziehen: 2.400 Nudisten checken jedes Jahr in Miami auf dem Kreuzfahrtschiff „Norwegian Pearl“ ein, um die Karibik zu erkunden. „Bare Necessities“ („Grundbedürfnisse“) heißt die Firma hinter diesem speziellen Angebot. Egal ob im Pool, im Bordcasino oder an der Bar: Hier sind alle nackt. Nur im Speisesaal und im Hafen herrsch Kleiderzwang, wobei „Dessous, Fetischkleidung und Bademäntel“ nicht als Bekleidung gelten. Überhaupt wird großer Wert auf Manieren gelegt. „Wenn Sie ein Swinger-Erlebnis suchen, sind wir nicht die richtige Kreuzfahrt für Sie.“ Spätestens beim Erhalt der Rechnung stehen aber alle nackt da: Die billigsten Kabinen gibt’s ab 2.000 Euro, die teuersten kosten über 30.000 Euro.
Zu dieser „Heute-Meldung“ gab es auch einige Wortmeldungen meiner Funkkollegen. Bezeichne diese als Kollege 1, Kollege 2, Kollege 3 und Kollege 4.
Kollege 1: „Liebe Freunde, würde es die Tageszeitung „Heute“ mit ihren vielen außergewöhnlichen Meldungen nicht geben, hätten wir am Funk wesentlich weniger Themen, über die wir uns unterhalten könnten. Hätte nicht gedacht, dass es überhaupt eine Kreuzfahrt nur für Nackte gibt.“
Kollege 2: „Überrascht mich nicht, denn wenn außer den vielen Nackten auch noch normalbekleidete Passagiere an Bord wären, könnte ich mir vorstellen, dass es Probleme geben würde.“
Kollege 3: „Hätte nicht gedacht, dass 2.400 FKK-Fans diese Kreuzfahrt mitmachen, um die Karibik zu erkunden.“
Kollege 4: „Der Preise für die teuersten Kabinen beträgt über 30.000 Euro. Ein wahrlich stolzer Preis. Was allerdings aus dieser Zeitungsmeldung nicht hervorgeht, wie lange dauert diese Kreuzfahrt überhaupt?“
Kollege 2: „Kann mir durchaus vorstellen, dass bei manchen Nudisten, welche sich die teuersten Kabinen genommen haben, das Geld für Bekleidung nicht, oder nur kaum mehr ausgereicht hat. Also nackt zu sein, spart zumindest die Abnützung von Bekleidung.“
Kollege 1: „Ob nackt oder bekleidet, wichtig ist doch, dass den Passagieren solche Kreuzfahrten gefallen.“