11 Zufriedene Öffi-Fahrgäste

Mit einigen Kollegen – alles gebürtige Wiener – sprach ich am Funk über eine durchaus erfreuliche Meldung.

Die Tageszeitung „Heute“ berichtete:

Wiener Linien im Check: So zufrieden sind Öffi-Fahrgäste

Wiens Öffis gelten als top – 80 Prozent der Wiener sind mit Bim, Bus und U-Bahn zufrieden, wie eine neue „Heute“-Umfrage zeigt. FPÖ-Wähler sind am unzufriedensten.

Zwei Millionen Fahrgäste sind täglich im Netz der Wiener Linien unterwegs. Der Großteil von ihnen stellt den Öffis ein gutes Zeugnis aus, wie eine Unique-Research-Umfrage für „Heute“ unter 800 Wahlberechtigten zeigt.

80 Prozent der Befragten sind zufrieden, nur jeweils 8 Prozent sehr bzw. eher unzufrieden.

Grüne Öffi-Liebe   SPÖ-Wähler sind zu 91 Prozent Öffi-begeistert, getoppt wird dieser Wert von Anhängern der Grünen – hier zeigen sich gar 96 Prozent zufrieden.

Bei Neos-Wählern sehen 90 Prozent die Öffis positiv.

FP-Ärger    Auf der anderen Seite brodelt es: Die FPÖ hat den höchsten Anteil an unzufriedenen Öffi-Fahrgästen – 28 Prozent.

ÖVP   Unter VP-Anhängern sind 19 Prozent der Wähler mit den Öffis nicht zufrieden.

Öffi-Ausbau   „Wir brauchen in den kommenden zwei Jahren ca. 150 zusätzliche Fahrer“, so Öffi-Stadtrat Peter Hanke (SP).

Wortmeldungen einiger Funkkollegen zum Thema – So zufrieden sind Öffi-Fahrgäste. Bezeichne diese als Kollege 1, Kollege 2, Kollege 3 und Kollege 4.

Kollege 1: „Hätte nicht gedacht, dass 80 Prozent der Wiener mit Straßenbahn, Autobus und U-Bahn zufrieden sind.“

Kollege 2: „Bin mir sicher, dass die Bevölkerung in vielen anderen Großstädten keinesfalls so zufrieden sein wird. Ist doch ein Beweis, dass wir in Wien recht gut aufgestellt sind.“

Kollege 3: „Der echte Wiener gilt zwar als Raunzer. Es wird sicherlich viel über die Wiener Linien geraunzt. Oft sind sie aber an längeren Störungen völlig schuldlos. Also keinesfalls zu wenig Fahrzeuge, denn es sind ja ohnehin täglich rund 1000 im Einsatz. Aber es gibt z. B. auch längere U-Bahnstörungen, verursacht durch einen Selbstmord. Diesbezüglich gibt es aber nie eine Durchsage, wegen eines Selbstmörders in der Station Taubstummengasse kommt es auf der Linie U1 zu einer längeren Störung. Die Durchsagen lauten, wegen eines Feuerwehreinsatzes, wegen eines Rettungseinsatzes kommt es auf der Linie U1 zu längeren Wartezeiten. Wenn Zusammenstöße auf den Gleisen einer Straßenbahnlinie passieren, müssen diese Straßenbahnen gar nicht selbst daran beteiligt sein, werden aber durch solche Unfälle an der Weiterfahrt behindert. Auch durch Falschparker kommt es öfter zu Fahrtbehinderungen.“

Kollege 4: „Also was die Fahrleistungen der Wiener Linien betrifft, so sind diese durchaus beachtlich. Angeblich fahren sie, was die Kilometer betrifft, fünf Mal täglich rund um die Erde.“

Kollege 1: „Auch die tägliche Beförderung von zwei Millionen Fahrgäste ist beachtlich. Bis auf einige kleinere Unannehmlichkeiten zähle auch ich mich zu den zufriedenen Fahrgästen. Wenn man mit dem Auto kaum noch weiterkommt, kann man auch von den Öffis keine Wunder erwarten.“


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